Freiheit im Pappkarton

Arne Pahlke, 2006

 

Ich sitze in der Mitte meiner Zeit

und weiß nicht mehr wofür ich steh.

Ich sitze in der Mitte meiner Zeit

und die Welt trägt Toupet.

 

Ich bin gestrandet, wurde fortgespült

vom Strom der Zeit.

Bin nie gelandet. Hab nie gefühlt;

eure Behaglichkeit.

 

Ich bin verloren, schon seit Jahren;

tagein – tagaus,

Und frage mich schon seit Jahren;

wie hältst du das nur aus.

 

Ich sehe Stumpfsinn überall;

geistlos verkackt.

Eure Großbaustelle Marterpfahl;

Giga-Zellentrakt.

 

 

Ihr ersauft im Strudel eurer Zeit.

Wisst nicht wofür ihr steht.

Und inmitten eurer Unbelehrbarkeit

hilft kein Stoßgebet.

 

Ihr seid verloren, schon seit Jahren;

tagein – tag aus.

Und ich frage mich schon seit Jahren;

wie haltet ihr das aus.

 

Hungerkinder, Niedriglohn,

Massenschweigepflicht.

Eure Freiheit ist ein Pappkarton.

Meine Freiheit ist das nicht!

 

Ich liege hier in unserem Grab

In meinem Sarg

Unsere Freiheit ist ein Pappkarton,

ganz trist und karg.

 

schreibe einen Kommentar..
Dein Kommentar zum Text abgeben

Kommentar von Konkalit 16. März 2009 - Eines deiner besten Lieder! Ich höre es immer wieder gerne und liebe die rührende, traurige Melodie sowie die einsame, verlorene Stimme von dir

® sämtliche Textrechte liegen bei Arne Pahlke/Wortmutation