Gebet um ein Tränenmeer

Arne Pahlke, November 1997

 

Du Fluss meiner Tränen, unverflossen,

bleibst hinter glasigen Toren meiner Herkunft verschlossen.

Es schwemmt nur ein Rinnsal vom Urquell

an den Rand des uferlosen Seins meines Ichs.

 

Und ich erzittre vor dir, du Meer der Reinheit in mir.

Spül’ mir den Schmutz und die Schuld von meiner unreinen Haut.

Gebet um ein Tränenmeer

Wasch’ mich rein,

du Sturzbach meiner Seele!

Wasch’ mich rein

von meiner Schuld!

Lass mich weinen vor dir!

 

Lass in Tränen mich winden;

lass vor Schmerz mich erblinden,

auf dass er mir doch bald vergeht!

Bitte, lass mich weinen vor dir!

schreibe einen Kommentar..
Dein Kommentar zum Text abgeben

leider noch kein Kommentar vorhanden. Sei der Erste, der einen Kommentar schreibt!

® sämtliche Textrechte liegen bei Arne Pahlke/Wortmutation