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Gewissenshunger Arne Pahlke, Januar 2005
Fleisch ist mein Gemüse. Ich bin Vegetarier der Schweineherzen. Ich sag die Wahrheit, wenn ich lüge; die Tiere sterben frei von Schmerzen.
Aber ich sah die Angst in ihren Augen. Doch wahrscheinlich hab ich mich versehen. Es darf nicht sein, ich kann’s nicht glauben, was wir so durch den Fleischwolf drehen
Pure Angst, nacktes Grauen. Schaum vorm Mund, Atemnot. Quicken, Trampeln, Panikkauen. Kann es sein, ich leb vom Tod?
Esse täglich nur noch Gemüse; kann und will kein Mörder sein. Ich sag die Wahrheit, wenn ich lüge; Gemüse kann kein Lebewesen sein.
Aber ich sah Blumen doch verenden, nachdem man ihnen kein Wasser gab. Und steht Wasser nicht für Leben? Ach, was ich mich bloß für Sachen frag.
Nun spür ich Angst, nacktes Grauen. Hab Schaum vor Mund und Atemnot. Ich kann’s nicht essen, kann’s nicht kauen. Kann es sein, ich leb vom Tod?
Ich ernähr mich jetzt von Luft und Liebe und von Harmonie und Sonnenschein Ich sag die Wahrheit, wenn ich lüge Gebt mir drei Tage und ich fress’ ein Schwein. |
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® sämtliche Textrechte liegen bei Arne Pahlke/Wortmutation |
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