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Glaubensbekenntnisse Arne Pahlke, Juni 1988
Ich glaube an Gott. Das Problem ist doch nur, dass er nicht an mich glaubt!
Unlängst, hat mein verehrtes Oberhaupt sich tadelnd vor mir aufgebaut und dabei abwägend in meine Sündenkartei geschaut.
„Du gewinnst bei mir keinen Blumentopf“, meinte er nach dessen Ansicht im polternden Ton. Und: „Was bist du nur für ein Pfeifenkopf.“ Dann packte er mich an meinem Schopf und sprach zu mir: „Es fehlt dir an Reife und Mut!“
„Nun gut“, erwiderte ich nicht eben fügsam und fing selbst zu poltern an:
„Lieber Herrgott, du nennst mich feige und unvollkommen? Durch welche Macht bin ich denn zustande gekommen? Und wer hat mir die unreifen Gedanken denn eingepflanzt? Wer hat mir die Angst vom ersten Atemzug an fest eingestanzt?
und blieb mir (wie eigentlich immer) eine Antwort schuldig.
Ungeduldig, da ja unreif, fiel ich ihm sogleich ins unausgesprochene Wort:
„Du katapultiertest mich hier an einen Ort, der mir verdammt noch mal der Hölle gleicht. Und, als ob dieses Unheil allein nicht reicht pflanztest du mir einen kleinen Teufel ein.
Und dann führst du mich von oben, Zug um Zug. Ja, und nur weil ich nicht immer fügsam bin; nennst du mich einen Gerneklug?
Dies finde ich beileibe, von dir, oh mein Herrgott, ein wenig unreif und feige! |
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® sämtliche Textrechte liegen bei Arne Pahlke/Wortmutation |
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