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Glücksladen Arne Pahlke, Juli 1996
Nun, bereits seit geraumer Zeit befinde mich auf dem Weg zur Selbstständigkeit.
Was bereits feststeht, dies ist das Konzept. Und dieses, mein philanthropisches Gedankenkorsett stellt sich folgendermaßen da:
Wie ja jeder weiß, sind unsere Metropolen sind übersät mit Kaufhäusern, die so ziemlich alles veräußern, und sich mit verlockenden Parolen an den Konsumenten hängen, um diesem zur Herausgabe seiner Noten zu drängen.
So läuft es doch oder?
Tagein, tagaus, bieten die Warentempel Objekte zum Verkauf, die der Verbraucher eigentlich nicht braucht.
Er taucht in breites und doch so flaches Sortiment, wird von debilen Lockrufen überschwemmt und frönt ungehemmt seiner Habensucht.
Und infiziert vom Geltungsfluch bietet er sein Notengift zum Tausch und ist gepackt vom Kauf-ich-Rausch.
Doch, was er nie und nimmer erhält, ist jenes Gut, was ihm die Werbewelt doch stets verspricht: Glück… Nein, Glück, dies findet er bei ihnen nicht!
Doch, liebe Leute, nicht verzagen! Schon bald eröff’ne ich den ersten „Glückskaufladen“, in dem man Fortuna gegen Taler erwerbt und seiner miesen Laune die Stimmung verderbt.
Freut euch, wie ich, auf goldene Einkaufszeiten, die euch pure Lebensfreude bereiten.
(…allerdings erst nach Klärung diverser Lieferschwierigkeiten) |
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® sämtliche Textrechte liegen bei Arne Pahlke/Wortmutation |
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