Göttlicher Samenkoller

 

Boah, was strahle ich nur wieder
für einen unwiderstehlichen Liebreiz aus
und welch umgarnenden Wohlduft?!

Ich muss die Formvollendung der Herrlichkeit sein.

Mindestens!

Am liebsten würde ich mich überall abschlecken.
Leider aber gelange ich
insbesondere nicht an jene Stellen,
die ich  am liebsten mittels meiner schlängelnden Zunge umschmeicheln würde.

Mein Gott,
was habe ich nur für einen süßen Arsch.

Zwar ist dieser nicht mehr ganz taufrisch; -
doch er ist eine Empfängnishöhle
des Schöngeistes.
Er ist mein Zweierhügel
mit einladender Lustschlucht; -
ein grandioser Sinnestempel.

Ach, es wäre so eminent köstlich,
wenn ich mir jeden Morgen,
direkt nach dem Wachwerden,
meinen wunderbaren Arsch
abschlecken könnte.

Ich würde mich glattweg in mich verlieben!

Jawohl, so einfach bin ich gestrickt.

Ich verliebe mich vor allem
auf Grund von Äußerlichkeiten.


Allerdings spricht für mich,
dass ich selbst einem unverkennbaren Arschgesicht eine Chance einräume.

Also mir!

Arne Pahlke im Jahre 2008

 


Boah, was bin ich heute wieder für ein leckerer Lolly!

Ich habe soeben meinen Samen gekostet.

Nein, nicht die ganze Pampe!

Nur ein paar wenige Lusttropfen,
die in die Welt hinaustraten,
um der Menschheit zu verkünden,
dass es noch eine reine und anbetungswürdige Quelle
auf dieser Erde gibt.

Ich beherberge und veräußere
das Rinnsal Gottes!

Meine von mir hochgeschätzten Damen und Herren,
wenn Sie wüssten, was ihnen entgeht!

Nein, Sie müssen jetzt kein
angewidertes Desinteresse heucheln,
obgleich Sie doch weitaus lieber
mir zu Füßen liegen würden,
um dort um meinen Erguss zu betteln.

Ich habe sie längst durchschaut!

Und ich verstehe Sie,
da mein Samen unbeschreiblich lieblich mundet; -
süßer noch wie der hochwertigste Bienennektar.

Wussten Sie eigentlich,
dass, wenn ich ihnen
in den Mund spritzen würde...
(also nur mal rein hypothetisch fiktiv dahingestellt),
ich dadurch bei ihnen z.B.
eine bestehende Halsentzündung
schneller kurieren helfen könnte?

Ok, dieses kleine Wunder
kann jeder Mann vollbringen,
weil das Ejakulat viele Stoffe enthält,
die Heilkräfte besitzen,
die sich wie ein Schmierfilm
über entzündete Stellen legen können.

Also, meine lieben Herren,
sollten Ihre Partnerin
mal wieder leicht erkältet im Bett liegen,
mit Schüttelfrost und 41.5 Grad Fieber,
wild phantasierend (also weiblicher Normalzustand),
dann tun Sie Ihrer Partnerin doch etwas Gutes,
indem Sie ihr mehrmals täglich
in den Rachen ejakulieren.
 

Und sollte ihre Frau diese Medizin nicht schlucken wollen,
so verabreichen Sie ihr diese dennoch!
Es geht’ schließlich um ihre Gesundheit.
Und eine wirksame Medizin schmeckt
nun einmal oft auch etwas bitter.

Doch Vorsicht!

Sollte der Samen eines Oralspenders
zu bitter schmecken, so kann dies ein Hinweis
auf eine bestehende Geschlechtskrankheit sein.

Nein, Sie müssen jetzt nicht gleich in Panik ausbrechen,
meine verehrte Schluckgemeinschaft.

Dies ist doch nur ein Indiz
von vielen möglichen Hinweisen,
auf minderwertige Samenauszüge.
Außerdem kann man den Geschmack,
das Aussehen sowie die Konsistenz
des Samens durch Speisen und Getränke
stark beeinflussen.

Doch was auch immer
die gewöhnlich ordinären Männer anstellen,
sie werden nie an jene Abgabemenge
und an jenen Wohlgeschmack heranreichen,
den mein Samenbrei bietet.

Also, kommen Sie lieber direkt zu mir!

Boah, was für einen unwiderstehlichen Liebreiz
strahle heute nur wieder aus ...

Aber dies erwähnte ich bereits, oder?

Wissen Sie, ich las gestern Nacht einen kurzen Bericht
eines selbst ernannten Königs,(diese Allmachtsphantasien
nehmen in letzter Zeit stark zu)
der mich dazu veranlasste,
mich selbst zu erkennen.

Tja, und somit erkannte ich sofort,
dass ich dermaßen mit Göttlichkeit quasi zugewichst bin,
sodass ich mir sogar selbst meinen Arsch lecken will.

Und, glauben Sie mir,
es gibt kein deutlicheres Zeichen,
als eben dieses, dass ich somit
der letztgeborene Sohn Gottes bin.

Zwar konnte Jesus
(angeblich) Wasser in Wein verwandeln.
 

Doch ich kann (nachweislich) Samen
in zuckersüße Babys verwandeln.


Formel:

zuckersüßer Samen = zuckersüße Babys

bitterer Samen = hässliche Babys


Also, meine paarungswilligen Weibchen,
sollten Sie sich ein zuckersüßes Baby wünschen,
so melden Sie sich einfach bei mir.

Es ist schließlich
meine Gottessohnpflicht, Sie alle zu schwängern!

Und ja,
bei mir dürfen Sie auch mit Karte zahlen!

Arne Pahlke, Juli 2005

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Amy, 25 Juli 2010

Pardon, aber ich muss Seine Herrlichkeit während seines `Spermienkollers` unterbrechen - es ist ein männlicher Irrglaube zu behaupten, Männer verfügen über `Samen` - es sind Sper(r)mien, nichts als Spermien - oder sieht sich der Herr der Herrlichkeit etwa als ein Pflänzchen, als Herr der Botanik? Der `Same` wäre dann ein Embryo, da Samen Früchte sind, d.h. fertige Lebewesen, die sich nur noch entwickeln müssen. Und wer ein wenig im Biologieunterricht aufgepasst hat, weiss, das eine Spermie nun einmal kein Same ist. Auch die Bibel, das Männerbuch, irrt hier gewaltig, wenn man von Abrahams Samen spricht. Aber wir kennen ja das allgemeine  Problem "Irren ist männlich" , seufz........dennoch viel Spass bei der eigenen Besperrmung ....

Wortmutation: Mir ist bewusst, dass es richtig eigentlich Spermienkoller hätte heißen müssen. Ich selbst  gehe in meinem Nachschlagewerk Androlex darauf ein, dass häufig von Sperma gesprochen wird, obgleich eigentlich der Samen gemeint ist; - ebenso wie Begriffe wie Geilheit und Potenz insbesondere von uns primitiven Mannsvolk gerne verwechselt werden. Da es sich bei diesem Text aber um einen meiner brachial-trivialen Auswürfe handelt; - der sich liest, als hätte man dem Verfasser (also mir) kurz zuvor eine Ampulle  Testosteron injiziert, bitte ich hiermit zu entschuldigen, dass ich bei diesem überdrehten Machwerk von Samen spreche, obgleich die Spermien gemeint sind.

Doch fügt sich am Ende diese falsche Begriffsverwendung nicht viel stimmiger ins Gesamtbild dieses Textes ein, als hätte ich anstatt des Samenkollers den Spermienkoller bemüht? Dieser Text spielt ja gewissermaßen mit der uns Männern innewohnenden Hybris, die uns oft überfällt, sobald wir von unserer „Manneskraft“ sprechen.

Amy, 25 Juli 2010

Ausgezeichnet, insbesondere der Abschlußsatz - beim weiteren Nachsinnen kam mir dieser göttINliche `Erguß` ebenfalls in den Sinn ...:-) feste Grüsse!

Wortmutation:  Danke für die Absolution.  Ich selbst bestrafe mich hiermit dennoch mit einem 12stündigen Ejakulationsverbot! ;-)

 

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