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Gott wo bist du? Arne Pahlke, 1989
Wo bist du denn, du großer Meister? Warst du es nicht, der diese Welt erschuf? Die Menschheit schreit sich heiser, Meister. Manch einer wittert gar einen fetten Betrug.
Denn du bist ein Ignorant, lieber Gott, der da Hunger und Elend schweigend akzeptiert. Verschließt deine Augen vor dem irdischen Schafott, das alles nach Liebe hungernde Leben exekutiert.
Warum lässt du zu, dass Kinder den Hungertod sterben? Bist du es, der den Regen versiebt, wie es grad passt? Oder schwebst du über all diesen Scherben, die du in deiner Sechs-Tage-Woche selbst geschaffen hast?
Du kannst nicht die Erlösung allen Übels sein. Schickst sündige Prediger in die Welt hinaus. Sag, ist das alles, fällt dir sonst nichts ein? Deine Propaganda wirkt sich nicht grad rosig aus.
Denn sie drücken uns nur diese Bibel in die Hand, aus ihr sollen wir unsere Kräfte schöpfen. Wie viele Menschen sind für ihren Glauben bereits verbrannt? Und denk ich an Kirchen, denk ich an Seelen schröpfen.
Warum verbietet uns dein greiser Papst Kondome? Dieser Kleingeist; er erwähnt den Killervirus nicht. Also, ihr christlichen Infizierten, treibst es ohne! Euer seniler Oberpriester weiß, was richtig ist.
Das Böse schaffen wir ganz allein; und du vergibst uns all unsere bösen Taten. Willst es aber selbst nichts davon gewesen sein. Kannst uns nur, wie eine Platte mit Sprung, unentwegt zum Guten raten.
Glaubt man an dich, führt das direkt in den Himmel, der Ungläubige muss in der Hölle schmoren. Diese Lehre ist so ungenießbar und alt wie Schimmel, und hat schon viel von ihrer Kraft verloren.
Wenn du wirklich so allmächtig bist, so beweise uns nur einmal deine Macht. Von dem, was hier geschaffen ist, was hast du davon vollbracht?
Ich will gläubig in die Zukunft schauen. Ich will meine Hoffnung nie begraben. Doch Gott, ich werde dir niemals trauen. Und von daher, verschone mich bitte mit deinen Gaben!
Anmerkung: Als Schreiberling erlebt man es immer wieder, dass man zu einem älteren Text nicht mehr so stehtt wie einst, und ihm deshalb gerne radikal überarbeiten würde, um das Niedergeschriebene dem neuen Bewusstseinszustand anzupassen. Nur, damit wären das Werk nicht mehr Zeugnis jener Zeit, in der es entstanden ist. Um einen solchen Fall handelt es sich auch bei diesem Gedicht.
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Spencer, 22 Januar 2012 - Gott ist halt ein sadistisches, ignorantes Arschloch Wir sind sein Spielzeug. ER ist der Herrenmensch, wir sind die Untermensschen. Hatten wir so einen "Pseudogott "nicht schon einmal vor ca. 81 Jahren ? |
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® sämtliche Textrechte liegen bei Arne Pahlke/Wortmutation |
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