Graf der Dunkelheit

Arne Pahlke, Oktober 2008

 

Würgemale in der Nacht.

Was ist passiert?

Welch geheimnisvolle Macht

hat mich tuschiert?

 

Der Geschmack von Blut im Mund.

Diese Gier in mir.

Die ganze Nacht nur ein Weidegrund,

und ich ihr Tier.

 

Fotoarbeit von Bredehorn Jens (pixelio.de)

 

Frei von Schuld – frei von Moral.

Ich handle instinktiv.

Töten als sinnliches Ritual:

primitiv selektiv.

 

Opferlämmer überall.

Provokatives Déjà-vu.

Schaurig schöner Karneval.

Der Tod als Rendezvous.

 

Ich bin der Graf der Dunkelheit.

Die Nacht ist mein Revier.

Drum wieg‘ dich nie in Sicherheit.

Du bist mein Beutetier.

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