Herbstlicher Frühlingsanfang

Irgendwann im 19. Jahrhundert

Arne Pahlke, 1994

 

Die Zweige, sie bersten im Winde.

Das Grün, es zerfließt im Tau.

Beschämt verdeckt die Rinde

ihre Jahresringe im Bau.

Herbstlicher Frühlingstag

Das Bächlein mag nicht springen;

unterkühlt schweigt des Lebens Strom.

Und selbst die Grillen, die da singen,

nur im herbstlich herben Ton.

 

Alles verweilt in sich gekehrt;

alles ruht im tiefen Schlummer.

Verlust an Wärme, nichts was nährt,

verharre ich im stillen Kummer.

 

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