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Hirschfeld, Magnus (*14.5.1868 Kolberg †15.5.1935 Nizza) - der Sexualforscher und Schwulenaktivist und Arzt Magnus Hirschfeld trat u.a. für die Aufhebung des § 175 StGB ein und verfasste zudem einige wissenschaftliche Abhandlungen zum Thema: (Homo-)Sexualität. M.H. gründete im Jahre 1897 das „Wissenschaftlich-humanitäre Komitee (Whk)“. In der Gründungserklärung (die er unter dem Pseudonym Theodor Ramien verfasste) hieß es wörtlich: „Auf Grund sichergestellter Forschungsergebnisse und der Selbsterfahrung vieler Tausender endlich Klarheit darüber zu verschaffen, dass es sich bei der Liebe zu Personen gleichen Geschlechts, der so genannten Homosexualität, um kein Laster und kein Verbrechen, sondern um eine von der Natur tief in einer Anzahl von Menschen wurzelnden Gefühlsrichtung handelt“.
Vielmehr ist er der Auffassung, dass Schwule durch die Gehrimhaltung ihres Anderssein, dessen Existenz Anfangs als Sünde und Verirrung, später als Laster oder sogar als Geisteskrankheit auffassen, und deshalb nicht wenige von ihnen in den Selbstmord treibt. Und er erkannte bereits annähernd 80 Jahre vor Rainer Werner Fassbinder. "Die Geheimhaltung mache krank, nicht die Homosexualität an sich."
siehe auch unter: Schwulenbewegung (Schwulen-Demos), Gay Liberation Front, Geschichte der Homosexualität, Paragraf 175, World Health Organization (WHO), Hirschfeld, Magnus, Freud, Sigmund, Kinsey, Alfred C., Kinsey-Report, Aufklaerungsunterricht, Oeffentlichkeit & Gesellschaft, Kirche (katholische)
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