HIV-Test

Ein HIV-Test kann beim Hausarzt, den Gesundheitsämtern oder auch über bei vielen ortsansässigen AIDS-Hilfen durchgeführt werden. Ein HIV-Antikörper-Test erfordert immer die Einwilligung des Betroffenen und ist somit freiwillig. 

Irrtümlicherweise wird der HIV-Test von vielen Menschen noch immer AIDS-Test genannt, obgleich er ausschließlich die Infektion mit dem HIV-Virus nachweisen kann, nicht aber die sich darauf aufbauende AIDS-Erkrankung.

Viele Männer haben Angst davor, sich einem solchen Test zu stellen. Sie ziehen es vor, mit jenem unsicheren Gefühl zu leben, eben nicht zu wissen, ob sie nun HIV-positiv oder HIV-negativ sind. Und ihre Angst ist bis zu einem gewissen Punkt nachvollziehbar. So kann ein positives Testergebnis eine enorme psychische Belastung nach sich ziehen. Doch anderseits, wenn man vollkommen ahnungslos mit dieser Krankheit lebt, bringt man womöglich andere Menschen in Gefahr. Außerdem bleiben einem, bei einer selbstauferlegten Unwissenheit, therapeutische und somit lebensverlängernde Maßnahmen vorenthalten.

 

ELISA-Test (Nachweisverfahren)

 

Wie funktioniert ein HIV-Test: Es gibt zwei Wege zum Nachweis einer HIV-Infektion: den direkten Virusnachweis und den Antikörpernachweis. Beim direkten Virusnachweis werden mittels einer Polymerase Chain Reaction (PCR) HIV-Genome und/oder virale RNS-Moleküle vervielfältigt und sichtbar gemacht. Beim Antikörpernachweis wird im Blut nach vorhandenen Abwehrstoffen (Antikörpern) gefahndet, die der Körper stets als Reaktion auf eine Ansteckung mit dem HIV-Virus bildet.

Was sollte ich noch über den HIV-Test wissen: Es ist nicht möglich, sich innerhalb kürzester Zeit, z.B. direkt nach ungeschütztem Analverkehr,  darüber zu informieren, ob dieser möglicherweise eine HIV-Infektion zur Folge hast. Die Ansteckung muss 2-5 Monate zurückliegen, damit eine absolut zuverlässige Aussage darüber getroffen werden kann. Es gilt: Umso länger die Ansteckung zurückliegt, desto zuverlässiger wird sie vom Test angezeigt.

Wann ist ein HIV-Test zu empfehlen: Ein HIV-Test sollte stets dann in Betracht gezogen werden, wenn man ein Risiko einer Infektion (z.B nach Barebacksex) als gegeben ansehen kann. Auch wenn man unter Symptomen wie langanhaltendem Fieber, Nachtschweiß, starken Durchfällen oder unter geschwollenen Lymphknoten (über einen Zeitraum von mehreren Monaten) leidet, für die keine Ursachen aufgespürt werden konnten, sollte unbedingt ein Test gemacht werden. Auch ist nichts dagegen einzuwenden, sich z.B. einmal jährlich - auch ohne Verdachtsmomente -  einem Test zu unterziehen. Die bundesweite Telefonnummer für HIV-Tests lautet: 19411.

Was, wenn das Testergebnis positiv ausfällt: Am besten ist es, wenn man den Test in ein persönliches Beratungsgespräch (davor und danach) bettet, wie es fachkundige Vereinigungen, wie z.B. die Deutsche AIDS-Hilfe anbieten. Hier hat man es zumeist mit kompetenten und mitfühlenden, häufig selbst betroffenen Personen zu tun, die ein auf ein mögliches "positives" Testergebnis vorbereiten bzw. den schweren Schock ein solchen verarbeiten helfen.

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