Hot Tub - Der Whirlpool ist eine Zeitmaschine 

Hot-Tub-Der-Whirlpool_Filmkritik

Produktionsland: Kanada, USA

Erscheinungsjahr: 2010

Altersfreigabe: FSK 16

Laufzeit: 116 Minuten

Genres(s): Komödie

Regie: Steve Pink

Besetzung:     u.a.   John Cusack, Rob Corddry, Craig Robinson, Clark Duke,Crispin Glover, Lizzy Caplan, Chevy Chase

  ® Arne Pahlke, 2011

Wer sich einen Film anschaut, der mit einem solchen Titel daherkommt, der muss einfach damit rechnen, dass er in einem Klamaukstreifen landet, der sich selbst nicht so ernst nimmt. Er kann sich im Nachhinein also nicht hinstellen und behaupten, man hätte  ihn nicht ausreichend vorgewarnt.

Und wären die drei Kumpels Adam (Cusack), Lou (Corddry) und Nick (Robinson) nicht (unfreiwilligerweise) zurück in die 80er gereist, sondern in ein anderes Jahrzehnt, dann hätte ich mir „Hot Tub“ allein schon wegen seines Titels wahrscheinlich nicht angetan. Doch da die 80er Jahre (wie auch bei dem ungleichen Trio der Fall) zufällig in meine Jugendzeit fielen, begleitete ich die Zeitreisenden bei ihrem Ausflug in ihre Vergangenheit.

Nur leider ist der Humor bei dieser Zeitreise oft sehr derb, seicht und mitunter sogar regelrecht platt. So etwas wie feinsinnigen oder gar subtilen Humor sucht man bei „Hot Tub“ vergebens. Auch sind die Hauptcharaktere ziemlich oberflächlich  gezeichnet, wodurch es mir z. B. schwer fiel, so etwas wie Sympathie für sie zu empfinden.

 

Hot Tub-Filmkritik

seltsame Zeitmaschine

 

Dass der Film mich aber dennoch  zu unterhalten wusste, lag u.a. an seiner unbeschwerten Erzählweise und an durchaus witzigen Momenten. Doch gerade von diesen witzigen Momenten hätte ich mir noch viel mehr erhofft, da eine Zeitreise-Komödie beinahe unbegrenzt viele Vorlagen für witzige Szenen liefert. Man denke nur an die kongeniale Trilogie „Zurück in die Zukunft“,  von der sich der Drehbuchautor den auch (in manchen Szenen ganz offensichtlich) hat inspirieren lassen.

Doch lieber gut geklaut, als schlecht kopiert!

„Hot Tub“ hätte eine Prise mehr Ernsthaftigkeit  - oder auch einfach nur etwas weniger „akustisches Gepolter“ (vor allem das, was aus dem Mund des tumb lärmenden Lou’s kommt) gut getan.

   6 von 10 Punkten

 

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