Ich packe in meinen Koffer….

 

… eine aufblasbare Insel mit Hüpffiguren aus essbarer Knetmasse, die mir die Zukunft singend vorhersagt, während ich sie liebevoll auf meiner Haut zerreibe.

… ein Denkmal für die Opfer sämtlicher Kriege und Vernichtungsphantasien. Und dieses Denkmal ist so klein, dass es in jedem Herzen Platz findet, weshalb es überflüssig wird, jemals noch irgendwo eines dieser furchteinflößenden überdimensionierten Denkmäler zu errichten.

… einen aufziehbaren handlichen Politiker, der, nachdem ich ihn aufgezogen habe, fünf Minuten lang Wendeshalstexte aufsagt, wobei er ständig furzen muss, weil er so unsagbar viel Scheiße redet. 

… den gestiefelten Kater und Donald Duck, die in einem der Seitenfächer meines Koffers eine Zweier-WG gründen, sodass ich ihnen, wann immer ich mag, spannernd ins Wohnzimmer schauen kann.

 

ich packe in meinen Koffer

 

… einen Hoffnungsträger, der am Gewicht meiner Hoffnung erstickt, woraufhin ich ihn wiederbeleben muss, und meine Hoffnunge fortan zurückschraube, um ihn lebendig zu halten.

… ein Funken Göttlichkeit, den ich bei Bedarf zünden kann, woraufhin der Himmel brennt, in dem ich nie  zu kommen hoffe. 

… mein bisheriges Leben auf einer (all)umfassenden DVD, mit extra vielen Sprungmarken und Untertiteln,  die nachträgliche Verbesserungsvorschläge inkl. Bild-  und Tonbeispiele enthält.

ein magischer Wetterfrosch, der an seinem Leben hängt, und deshalb für mich nur die Sonne scheinen lässt, weil er sonst als Froschschenkel enden würde.

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