Im Schatten der Sonne

Arne Pahlke, Sommer 1993

 

Sah am Anfang nur Augen,

so wie Götter sie malen,

die alle Schönheit aufsaugen

und die Sonne bestrahlen.

Im Schatten der Sonne2

Sah das Zarte vom Kinde,

fand die Spuren vom Mann.

Doch was ich nicht finde,

deinen Ursprung, den Stamm.

 

Berauscht von deiner Stimme,

lausche ich dir, der da spricht.

Du Verführer meiner Sinne.

Du göttliches Engelsgesicht.

 

Wo willst du nur mit mir hin,

du blonder Bote der Begierde?

Sei mein Hauptgewinn;

meine flüchtige Zierde!

 

Lass mich dich aus dem Schatten führen.

Hand in Hand der Sonne entgegen.

Lass es uns in höchsten Lüsten spüren,

das quellend schöne Leben.

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