![]() |
|||||||||||||
|
Im Wartesaal des Ungelebten Arne Pahlke, Februar 1998
Im Wartesaal des Ungelebten spielte ein, an dieser Stelle zwischengelagerter, einst fahrlässig angedachter Gedanke mit seiner Schattenexistenz Pingpong. Er sprach sich unaufhörlich neuen Mut zu und gewann so schließlich jeden Ballwechsel, in einem Spiel ohne Ende. Der Gedanke aber verstand nie so richtig, was er spielte. Er spielte einfach unentwegt und gewann; in einem Spiel ohne Ende und ohne jede Hoffnung auf einen Anfang: Den Ball, einfach immer wieder aufs Neue gegen die Wand.
Der Gedanke begriff einfach nicht, dass die einzige Hoffnung für ihn darin bestehen könnte, die Hoffnung einfach zu begraben, den Gedanken, sprich: sich selbst zu verlieren! Also spielte er immer und immer weiter, und zwar so lange, bis er wahnsinnig wurde und die Kontrolle über sich verlor. Nun springt er unkontrolliert durch seinen menschlichen Wirt, der, stellvertretend für ihn, im Wartesaal des Ungelebten, in einer geschlossenen Abteilung einer psychiatrischen Klinik mit dem wahnsinnig gewordenen Gedanken Pingpong spielt. |
|||||||||||||
![]() |
|||||||||||||
|
leider noch kein Kommentar vorhanden. Sei der Erste, der einen schreibt! |
|||||||||||||
![]() |
|||||||||||||
|
® sämtliche Textrechte liegen bei Arne Pahlke/Wortmutation |
|||||||||||||