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Ein z.T. richtig ekelhaft anzusehendes Drama über eine psychisch gestörte Frau, die den Bezug bzw. die Verbindung zu ihrem Körper verloren hat. Als sie auf einer Party schwer stürzt, zieht sie sich eine klaffende Wunde am Bein zu. Dieser Vorfall ist Auslöser einer beispiellosen Selbstverstümmelungsorgie. Gegen das, was Esther (Marina de Van) sich und ihrem Körper in diesem Film antut, wirkt das „beliebte“ Arme aufritzen kleiner EMO-Mädchen wie ein zärtlicher Streichelakt. Denn Esther ritzt sich nicht nur und wühlt ständig in ihren Wunden herum. Nein, sie vergrößert diese und zieht sich ganze Hautstücke ab und isst sich teilweise selbst auf. Doch wie lautet eigentlich die Message dieses Films? Und hat dieses Machwerk überhaupt eine Botschaft oder soll es am Ende nur bestürzen, schockieren, anwidern oder Mitleid erwecken? Letzteres wollte sich zumindest bei mir nicht so recht einstellen, da man weder erfährt, warum sich Esther selbst verstümmelt, noch ein wirkliches Gefühl für die Hauptdarstellerin entwickeln kann; - und zwar ebenso wenig, wie sie ein Gefühl für sich selbst entwickelt.
“In My Skin” - Ritzen für Fortgeschrittene!
Fast alles bleibt in „In My Skin“ in eine diffuse Dunkelheit gehüllt. Die Karriere von Esther, ihre Beziehung – die Vorgeschichte ihres psychischen Leidens. Es gibt kaum Antworten, nur ein “Wundenknäuel” voll von unbeantworteten Fragen. Und so muss sich die Regisseurin, die gleichzeitig die Rolle der Esther mimt, den Vorwurf gefallen lassen, einen sehr schwer durchschaubaren Film über eine Frau mit einem schweren psychischen „Defekt“ abgeliefert zu haben, der den Zuschauer dazu nötigt, eine eigene Psychoanamnese zu stellen. Allerdings bekommt er hierfür kaum ein geeignetes Mittel zur Hand. Und da in diesem Machwerk gleichzeitig mit Selbstverstümmelungsszenen alles andere als gegeizt wird, darf man sich überdies fragen, ob dieses Drama am Ende nicht vielleicht etwas ganz anderes werden sollte? Schließlich stellt dieses Werk in manch einer Szene viele Splatterfilme bezüglich des Ekelfaktors locker in den Schatten. Und der Verdacht, dass die Regisseurin irgendwie in ein nicht deklariertes Genre abdriftet, liegt auch deshalb nahe, weil dieser Film unter Horror- und Splatterfilmfans weit mehr Anhänger hat, als unter ”Drama-Queens”.
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