Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels

Produktionsland: USA

Erscheinungsjahr: 2008

Altersfreigabe: FSK 12

Laufzeit: 117 Minuten

Genres(s): Abenteuer, Action, Mystery

Regie: Steven Spielberg

Besetzung:     Harrison Ford, Karen Allen, Shia LaBeouf, Ray Winstone, John Hurt,Jim Broadbent, Igor Jijikine

 ® Arne Pahlke, 2011

Müssen diese feisten Filmemacherlumpen denn  immer mehr von jenen überdurchschnittlich guten Filmen und Filmreihen aus meiner Jugend und Jungmännchenzeit mehr oder weniger mutwillig beschmutzen, indem sie ihnen mittelmäßige, belanglose oder gar ärgerliche bis abstoßende Remakes oder Sequels hinterher schieben, nur um mit einem (einst) guten Namen noch einmal (und immer wieder) Kasse zu machen?

Ich bin selbst seit annähernd 30 Jahren künstlerisch tätig und habe in all diesen Jahren auch einige wertvolle Perlen produziert. Und ich käme niemals auf die Idee, diese Perlen Jahre (oder Jahrzehnte später) vor die Säue zu werfen, etwa in Form von einer von mir selbst geworfenen mittelmäßigen bis schlechten Nachgeburt, die ich dann mit demselben Namen beschildere, wie eine meiner wertwollen Perlen von einst.

Einem Künstler  sollte die Liebe zu seinen liebsten Kindern  (also zu besonders wertvollen eigenen Songs, Gedichten, Büchern, Bildern oder eben auch Filmen) wichtiger sein als der Profit.  Aber in dieser Beziehung bin ich wohl ein hoffnungsloser Romantiker.

„Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“ kann in keinem der wesentlichen Punkte einem der drei Vorgänger das Wasser reichen. Der vierte Teil dieser Filmreihe (oder ich nenne ihn lieber Teil 1 eines mittelmäßigen Reboots, nach Teil 1-3) wirkt eher wie eine (missglückte) Persiflage auf die legendäre Indy-Reihe.

 

Indiana Jones - weit unter Bestform

 

Mein durchaus aufnahmefähiges und aufnahmebereites Gehirn hat fast den kompletten Inhalt dieses Filmes nach nur wenigen Tagen bereits wieder vollständig gelöscht   -  kein einziger Dialog ist mir noch in Erinnerung geblieben, während ich von „Indiana Jones - Tempel des Todes“ noch immer ganze Szenen nachzeichnen, nachsprechen und nachspielen könnte.

Ok, betrachtet man diesen vierten Indy-Schinken mal völlig losgelöst von einer der größten Film-Trilogien der Filmgeschichte, dann hat man es nicht mit einem schlechten Film zu tun. Doch dieser Film ist eben auch weit davon entfernt, ein wirklich guter Film zu sein. Und damit ist er für die Indiana-Jones-Reihe eben eine Katastrophe!

Ich meine, wenn man eine Frau, die vorher mit Johnny Depp verheiratet war, plötzlich einem Arne Pahlke ins Bett legen würde. Was würde diese Frau wohl denken? Die würde sich doch total verarscht fühlen! Die würde vielleicht mitleidig zu mir sagen, dass ich (also ganz losgelöst von Johnny Deep) zwar nicht ganz so entsetzlich aussehen würde, aber eben … also im direkten Vergleich mit Johny Depp …

Wir verstehen uns oder?

Was hat z. B. dieses ekelerregend uninspirierte Remake von John Carpenters "The Fog - Nebel des Grauens” mit dem Original zu tun? Oder wie doof und komplett überflüssig ist die Episode I  (also Teil 4) von Star Wars eigentlich?

Jetzt fehlt nur noch, dass irgendein Regisseur auf die Idee kommt, einen vierten Teil von „Zurück in die Zukunft“ abzudrehen.

Bitte lasst es!

Wenn man für einen Zurück-in-die-Zukunft-Film oder eine Indy-Episode mit gutem Gewissen nicht mehr als  5 Punkte vergeben kann – also nicht über ein  klägliches „Kann-man-sehen-Urteil“ hinauskommt, dann hat dies etwas von  einem enttäuschenden Treffen mit einer Jugendliebe, die im Vergleich zu früher viel hässlicher, langweiliger und  nichts sagender geworden ist. 

Deshalb Ruhe in Frieden, Indy! Sonst muss ich bei deiner nächsten Auferstehung noch richtig ausfallend und böse werden und meine Peitsche schwingen!

 

   5 von 10 Punkten

 

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Konkalit, 31 Januar 2011, - es gab schon schlimmere Remakes. Erreichte natürlich nie die Klasse der alten Filme aber hin und wieder verspürte man doch den Indy-Flair. Störend beim Thema Indiana Jones allgemein finde ich schon seit Jahren dass alle (egal ob private Kritiker oder Kino und Filmseiten) stets den zweiten Teil, eben Tempel des Todes, als schlechtesten darstellen. Für mich war dieser ebenso stark wie die anderen.

Wortmutation: Klar gab’s schon viel schlimmere Remakes. Zum Beispiel die in dieser Rezension von mir Angesprochenen. Fünf Punkte sind ja nun auch kein Verriss - und wäre es nicht Indy 4 gewesen,  hätte ich vielleicht so um 6,5 Punkte vergeben. Aber den Punktabzug gibt es für die Besudelung der Trilogie. Mein Lieblingsteil dieser Serie ist “Der letzte Kreuzzug”, gefolgt von “Tempel des Todes”.

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