Insel Heimatlos

Arne Pahlke, März 1998

 

Da steh’ ich nun,

notgestrandet

auf dieser Insel

Heimatlos.

Hier ist alles Leben

lang verendet,

außer Menschen

bloß.

Vor mir das Meer,

der Wellenschlag,

die Sonne,

tausend Farben.

Hinter mir

ein grauer Tag,

Wellenschlag,

voll Narben.

foto by böhringer friedrich

Da steh’ ich nun,

notgestrandet

auf dieser Insel

Heimatlos.

Hinter mir

grölt das Gesindel.

Und dort vor mir,

da liegt das Floß.

So steh’ ich nun

mit mir ganz allein

auf dieser Insel

Heimatlos.

Ein Sehnen

tönt ins Herz hinein.

Ein Flehen

treibt mich:

Bind’ mich los!“

 

So sitz ich nun

auf meinem Floß.

Hinter mir

die Insel

Heimatlos.

Und es treibt mich vorwärts

grenzenlos,

über alle Meere,

heimatlos.

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