Intelligenz kontra Überlebensfähigkeit

Schweizer Forscher haben kürzlich entdeckt, dass eine hohe Intelligenz die Überlebensfähigkeit sowie die Fähigkeit, mit z.T. einfachen Dingen wie Nahrungsbeschaffung umzugehen, stark vermindert.

So zumindest wurde es bei Tests mit Fruchtfliegen festgestellt:

Das Forscherteam stellte hierzu die kleinen Fruchtfliegen zunächst vor die Wahl, ihre Eier entweder auf eine Gelatine mit dem Geruch von Orangensaft oder dem von Ananassaft zu abzulegen, wobei eine Gelatine mit bitterem Chinin versetzt wurde. Anschließend boten die Forscher den Fliegen erneut Orangen- und Ananassaft an, diesmal allerdings ohne Chinin. Außerdem achteten die Wissenschaftler darauf, welche der Fliegen sich an den zuvor mit Chinin versetzten Saft erinnerten und daraufhin diesmal ihre Eier in das richtige "Brutnest" ablegten. Und eben diese Schlaufliegen wurden ausgewählt, und aus den daraus schlüpfenden Nachkommen wurden wiederum die Klügsten auserkoren. Dieses Götterspiel setzten die Wissenschaftler 20 Generationen fort, was bei Fruchtfliegen nicht lange dauert, bis sie eine Generation herangezüchtet hatten, deren Abkömmlinge die Chininbeigabe stets beim ersten Versuch bemerkten, während die normalen Fruchtfliegen drei bis fünf Versuche benötigten und überdies erlernte Informationen rasch wieder vergaßen.


 

Foto by  Appaloosa 21:01, 2 September 2006 (UTC)
...mal sind wir Männer Schweine ..ein anderes mal Fliegen

 


Warum aber nun die Headline: Intelligenz kontra Überlebensfähigkeit?

Nun, der bittere Beigeschmack dieser Auslese war, das die "Schlaumeierfliegen" im Wettbewerb z.B. um knappe Nahrungsmittel ihren "minderbemittelten" Fruchtfliegen klar unterlegen und überdies viel langsamer beim Fressen waren.

Also, für mich unterstreicht dieses Forschungsergebnis lediglich meine bereits lang gehegte Vermutung, das besonders intelligente Menschen häufig hochgradig lebensuntauglich sind, auch und vor allem, wenn es darum geht, ganz normalen Dingen des Lebens, wie z.B. dem Gelderwerb (Nahrungsbeschaffung) zu begegnen.

Hat (vermeintliche) Intelligenz also ihren Preis? © Arne Pahlke, 2004

 

schreibe einen Kommentar..
Dein Kommentar zum Text abgeben

Schäfchen, 39 Juni Ich hab es schon immer gewusst :( Denken ist was für Dumme.Doch die Forscher gehören anscheinend selbst nicht zu den Schlaumeiern, sonst wüssten sie doch, dass eine einseitige Zucht automatisch Degeneration hervorruft. Mir graut vor den Tag an denen die Eltern Designerbabys bekommen können. Diese Wunderkinder werden richtige Spezialisten und ihre Kinder werden noch größere Spezialisten. Aber was solls … daran, dass die Menschheit erwachsen wird, glaubt heute eh kein Schwein mehr. Wenn man von Müttern Sprüche hört, wie „Was kümmert mich die Zukunft?“ werden Argumente über eine bessere Zukunft auf zugegeben sehr lustige Art und Weise im Keim erstickt.

® sämtliche Textrechte liegen bei Arne Pahlke/Wortmutation