Kalte Winde

Arne Pahlke, Dezember 1989

 

Hoch oben auf dem Giebel

Schatten in der Dunkelheit

Blickt eine Katze ganz sensibel

Aufs Fenster, das verschneit

 

Schnurrt wehmütig zum Raum

Die Kälte schleicht durchs Fell

Kein Mensch hört ihr Miauen

Ihr Herz, das pocht so schnell

Foto by Hjvannes

Die Glocken läuten ihr leise zu

Es klingt Gesang zur Heiligen Nacht

Sie findet heut die letzte Ruh’

Da niemand hier an sie gedacht

 

Ihr Magen knurrt unaufhörlich

Die Pfoten können kaum noch tragen

Jeder Schritt ist sehr beschwerlich

Sie mag keinen Sprung mehr wagen

 

Noch einmal spitzt sie ihre kleinen Ohren

Legt sich erschöpft zur letzten Ruh

Sie ist schon furchtbar steif gefroren

Ihre Äugelein fallen zu

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