Katzenauge - Stephen King

Produktionsland: USA

Erscheinungsjahr: 1985

Altersfreigabe: FSK 16

Laufzeit: 90 Minuten

Genres(s): Grusel, Horror

Regie: Lewis Teague

Besetzung:    u.a. Drew Barrymore, James Woods, Alan King, Kenneth McMillan, Robert Hays, Candy Clark, James Naughton, Tony Munafo, Court Miller, Russell Horton

 

Filmkritik_Pahlke ® Arne Pahlke 2011

„Katzenauge“ ist ein Episodenfilm nach einer Buchvorlage von Stephen King, in der in jeder der drei Episoden eine Katze auftaucht. Und die drei Geschichten verbindet überdies, dass sie alle herrlich  unrealistisch sind und ihre zurückhaltenden Spezialeffekte effizient zünden.

Die erste Geschichte („Quitters, Inc.“) ist schön schwarzhumorig.  Ihre Spannung zieht sie aus der Frage, ob Herr Morrison es endlich schafft,   mit dem Rauchen aufzuhören. Denn dies wäre nicht nur eindeutig besser für seine eigene Gesundheit, sondern auch für die seiner Familie. Ja, letztlich hängt sogar sein Leben von dieser Frage ab! Denn, um sich das Rauchen abzugewöhnen, hat  Richard Morrison dummerweise Hilfe bei der Organisation Quitter's Inc gesucht. Und diese droht ihm im Falle eines  Rückfalls mit drastischen Sanktionen. So würde beim ersten Rückfall seine Frau mittels Elektroschocks gequält werden. Beim zweiten Vergehen würde man sie vergewaltigen und bei der dritten Zigarette würde man seine geistig behinderte Tochter sexuell missbrauchen. Tja, und sollte Morrison danach noch immer nicht geläutert sein und es zu einem vierten Rückfall kommen, würde Quitter's Inc ihn kurzerhand liquidieren. Eine kleine böse Geschichte, die auf eine ganz eigene Weise aufzeigt, wie gemeingefährlich dies Qualmerei sein kann.

 

 

Wohl dem, der einen Katzentiger an seiner Seite hat!

 

Die zweite Episode (“Der Mauervorsprung”) erzählt von dem unter Höhenangst leidenden Tennislehrer Johnny Norris. Dieser hat ein heimliches Verhältnis mit der Frau eines Ganoven. Und als der Ganove ihm auf die Schliche kommt,  stellt er Norris und zwingt ihm, den kompletten Mauervorsprung eines Hochhauses zu umkreisen. Eine spannende Geschichte, die einige (unschöne) Überraschungen parat hält.

Und im der dritten und letzten Episode („Der General“) wird ein kleines Mädchen von einer unheilvollen, koboldartigen Kreatur bedroht. Als das Mädchen sich daraufhin hilfesuchend an ihre Eltern wendet,  glauben ihr diese nicht. Nur die Katze, die den Leitfaden in „Katzenauge“ bildet, stellt sich dem Wesen entgegen und beschützt die kleine Amanda.

Die drei Geschichten sind allesamt sehenswert und kommen mit ordentlichen Spannungsmomenten daher und geizen überdies nicht mit (schwarzem) Humor. Und Spaß dürften eingefleischte King-Fans überdies an den zahlreich eingestreuten Verweisen auf frühere Werke des Schriftstellers haben. So ist es der  Bernhardiner „Cujo“, der zu Beginn des Films die abenteuerlustige Katze jagt  - und in einer anderen Szene fährt „Christine“ durchs Bild.

  7.0 von 10 Punkten

 

 

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