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Kleingeistgärtners Stelldichein Arne Pahlke, Februar 1996
Hinter nummerierten Schrebergärtenlauben gurren fette zähe Wohlstandstauben; schnattern dralle Festtagsgänse zum Auf und Ab der stumpfen Sense.
Auf dem akkurat gemähten Rasen löffeln scheue Langohrhasen; leuchten rote Zipfelzwerge auf dem höchsten Gartenberge.
Spielend tänzeln Sonnenblumensamen um die Kaffeetassen dicker Damen. Zwischen süßen Sahnekuchenresten nähren summend sich die Wespen.
Sturzflugspatzen flattern um die tauben Ohren, der peniblen christlich-senilen Senioren. Schilder stecken steif in Veilchenbeeten: VORSICHT BLUMEN - NICHT BETRETEN !
Schwelgen klagend in verstaubten Weltgeschichten, wissen vom Nachbarn täglich Neues zu berichten. Wasser marsch, vorwärts schleppt nur eure Bäuche, führt geduldig, Gassi-Gassi, eure Schläuche.
Ich weiß, die Welt, sie wird mit jedem Tage schlechter. Und Gott, der war doch früher viel gerechter. Verschanzt euch hinter frisch gestrichnen Jägerzäunen, dort lässt sich’s ruhig dem eignen Tod entgegenträumen.
Doch vorher, Himmel, hätte ich’s beinah’ doch vergessen, seid ihr vielleicht nicht einem Schwindel aufgesessen? Hat nicht vielleicht der Pächter wissentlich vergessen sich um bezahlte Zentimeter wohl vermessen? |
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® sämtliche Textrechte liegen bei Arne Pahlke/Wortmutation |
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