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Knabe am Wegrand
Ich begegnete einem Knaben, so kindlich, so knospenhaft. Sein Blütensaft verklebte meinem Verstand.
Er blinzelte zum Sonnenlicht, so spielerisch, so flatterhaft. Sein Feuer, es hat mich sogleich verbrannt.
Ich zog an ihm vorüber, so zögerlich, so fragend. Ich zauderte und bog zurück.
Er griff nach meiner Hand so selbstverständlich, so fordernd. In hohen Wellen schwemmte in mir das Glück.
An seinen Lippen Rosenblut, so natürlich, so bezaubernd. Mit Mühe hielt ich an mir fest.
Er führte meine Finger, so sinnlich, so treibend mit all seiner Macht ans warme Nest.
Ich labte von seinem Nektar, so berauscht, so verzückt. Und war von seinem Wesen wie willenlos erdrückt. © Arne Pahlke, Juni 1995 |
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® sämtliche Textrechte liegen bei Arne Pahlke/Wortmutation |
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