Lächerliches Lebensmotto

Arne Pahlke, Dezember 1995

 

Ihm war das Lachen

mangels passender Gelegenheit

irgendwie und irgendwo

vergangen.

 

Obgleich,

es gab schon diverse Sachen

die er sehr erheiternd fand.

Doch sie zwangen

ihm nicht eben

unbedingt ein Lachen ab.

 

Er grübelte,

am Tag wie in der Nacht.

und suchte nach Gründen.

 

Er spähte unentwegt

nach vermeintlichen Sünden.

Doch, wurde er nie fündig.

Und resultierte

höchst wissenschaftlich

und damit höchst unvernünftig:

Es gäbe zum Lachen eben einfach keinen Anlass.

 

Und einfach nur so Schmunzeln,

aus purem Spaß?

 

Nein, so etwas fand er lächerlich.

Außerdem, wenig ergiebig.

Lächerliches Lebensmotto

Und fortan also wartete er

auf etwas wirklich Komisches.

Doch es geschah nichts!

 

Unser Mann verbitterte.

Und er witterte

bald überall nur noch Unheil.

 

Und weil

es für ihm nichts mehr zum Lachen gab

vermochte ihm irgendwann nur noch eines zu retten:

258 Schlaftabletten.

 

Anhang:

Warum tauschen Sie beim Lesen das Stirnrunzeln

nicht gegen ein belebendes Schmunzeln ein?

 

Merke:

Es muss nicht einmal komisch sein!

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