Leb wohl

Arne Pahlke, 1994

 

Dein Lächeln ist greise,

nur weise noch.

Deine Worte breiig, zäh und leise

wie aus einem dunklen tiefen Loch.

 

Dein Blick allwissend,

doch erschreckend leer

Deine Hülle insolvent;

deine Glieder seufzend und schwer.

Leb wohl

Deine Augen schauen aus glasig trüben Tiefen.

Und über ihnen weht der Schleier des Todes.

Sie schauen aus, als ob sie schliefen.

Doch du bist und bleibst mein Herodes.

 

Lebst du noch? Kannst du mich hören?

Oder bist du bereits von dieser Welt?

Wenn dem so ist, will ich nicht stören;

denn dann ist es wohl um dich bestellt.

 

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