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Lebenslauf einer Atombombe Arne Pahlke, 1986
Spaltbare Ideen einer negativ verworfenen Menschenmacht. Ein gigantischer Entwicklungsaufwand für eine gefährliche Fracht. Der Kerngedanke meiner Quintessenz war so einfach wie genial. Doch die Umsetzung meiner Werdung erwies sich als fatal.
Zwar wurde ich allein aus bestehenden Elementen geschaffen, doch gepanscht aus Formeln, die noch heute die Welt überschatten. Man schuf mich einst hinter grauen Mauern aus Beton und Stahl. Ich bin nicht groß – doch ich bin dennoch monumental!
Der Genius, der mich erdacht, der hat euch etwas mitgebracht: Ich bin robust ummantelt, mit Blei verziert, sowie mit jeder Menge Plutonium “dekoriert”.
Und meine Sprengladung liegt mir schwer im Kopf; ist ist auslösbar durch einen Knopf. Distanziert erwarte ich meinen Marschbefehl, und werde dann binnen weniger Sekunden quietschfidel, pflichtbewusst in die Lüfte steigen, und meine Nase hin zum Zielpunkt neigen.
Alles wird jetzt ferngelenkt; wie präzise doch so ein Schaltkreis denkt, der mich je nach Expertise nun dahin führt, wo sich bald schon ungezähltes Leben verliert.
Warum der Mensch wohl dergleichen macht? Dies hab` ich mir schon oft gedacht.
Doch er hat mich erfunden, er ist also nicht dumm! Also wird er wohl schon wissen, wieso und warum!? |
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® sämtliche Textrechte liegen bei Arne Pahlke/Wortmutation |
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