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Liebe Nutzer des größten deutschsprachigen Gay-Kontaktportals, zwar bin ich gewissermaßen einer von Euch, allerdings kann ich mich Eurer Interessengemeinschaft in vielen Punkten noch nicht einmal notdürftig zugehörig fühlen. Dies mag unter anderem daran liegen, dass ich mich zwar ( Das größte deutschsprachige schwule Kontaktportal ist ein hübsch hässliches, wahnwitzig wunderliches Schwuppen-Sammelsurium inmitten der wabernden Netzwelt. Und dieser voluminöseste virtuelle Sammelplatz bi- und homosexueller Freudenspender nennt sich Gayromeo. Und hier wird mit Lulumännern, Jadestäben und Büchsenöffnern wild gestikuliert, wenngleich sich diese Phallustänze zunächst allein auf die virtuelle Ebene begrenzen. Hier treffen bereitwillige andersartige Männer auf gleichartige Andersartige, um ihre einzigartigen Körperwelten auf miteinander verbindende Weise und unter Anwendung voneinander abweichender Begrifflichkeiten meist ein- und demselben Ziel zuzuführen – nämlich dem Samenverlust. Dessen ungeachtet ist in diesem Kontaktforum für jede Menge Abwechslung gesorgt. Obgleich warnend darauf hingewiesen werden sollte, dass man(n) in diesem Sammelbehälter fast ausnahmslos auf Bi- und Homosexuelle trifft. Und dies ist insoweit furchtbar, da ja so viele Homos „schwanzringend“ nach einem echten Kerl Ausschau halten – um am Ende dann einmal mehr einen dieser weibischen Geschlechtsgenossen abschleppen. Tja, so etwas nennt sich wohl Tuntenschicksal! Aber immerhin wartet diese Kontaktgemeinschaft zumindest mit jeder Menge verschiedener Typen innerhalb dieser Geschlechtsgenossenschaft auf . Da wären z.B. die vielen jungen Boys, die ihre anale Entjungferung noch vor sich haben bzw. dies zumindest von sich behaupten. Schließlich sind Jungfrauen auch unter Schwulen sehr beliebte Stoßopfer. Und daneben gibt es auch jene Gruppe von Boys, die bereits seit vielen Jahren (mitunter sogar seit Jahrzehnten) einfach nicht altern wollen – zumindest nicht laut Altersangabe im Profil. Oft habe ich mich mit Blick auf die in den Profilen abgelegten Fotos gefragt, ob Homosexualität möglicherweise zu einer frühzeitigen Alterung führt, ehe ich endlich begriffen habe, dass zum angegebenen Alter fast zwangsläufig fünf Jahre hinzuaddiert werden müssen – und schon passte auch wieder das aktuellste Foto zur Altersangabe und umgekehrt. Aber es finden sich nicht nur junge oder aber jung gebliebene bückwillige Boys auf dieser elitären Plattform für eine mehrheitlich platte Euter-Elite. Nein, überdies bieten dort zigtausende alte Lederschlampen, vernachlässigte Ehemänner mit Hodenhoch- und -Notstand oder aber käufliche Burschen ihre Körper an. Kurzum: Jeder, der sich bei Gayromeo einträgt, prostituiert sich mittels Profil so gut (meistens schlecht) er eben kann. Aber das ist noch längst nicht alles, was die blauen Seiten zu bieten haben. Jeder Popo- oder Pfropfenfetischist findet auf diesem Kontaktportal nicht nur hunderttausende Profile, sondern er darf sich an weit über einer Million von Nutzern abgelegten Fotos erfreuen. Wobei das mit der Freude ja immer so eine Sache ist. Denn die die Fotos zeigen ja nicht nur (eitle) fleckenlose Jünglinge; - sondern eben auch gestandene Mannsbilder mit Ecken (also mit Bauch) und Kanten (sprich: Falten). Und sehr oft zeigen die Fotos anale Öffnungen oder aber erigierte Samenschleudern. Ferner finden sich bei Gayromeo delikate Fotodokumente menschlicher Anomalien, wie z.B. aus der Poöffnung hervorquellende Darmteile. Entschuldigung, wenn ich jetzt bei irgendwem die Ekelgrenze überschritten haben sollte. Ich dachte mir nur, ich erwähne dies beiläufig, um ein wenig “Spannung” in diesen Text zu bringen. Eine Spannung übrigens, über die jene ausgeleierten Darmkanäle ganz gewiss mehr verfügen. Ist ja schon gut! Ich höre schon freiwillig damit auf, weiterhin in der Scheiße zu wühlen. Dennoch möchte ich rasch noch loswerden dürfen, dass mich manche der bei Gayromeo abgelegten Fotos an Werbebilder für indizierte Horrorfilme erinnern. Selbstverständlich bekommen diese Köstlichkeiten aber nur volljährige Schwule zu Gesicht, denn ein Gehirn sollte schon annähernd voll ausgebildet sein, um derartige Bilder des Grauens verarbeiten zu können.
Doch, doch, dieses Kontaktportal wartet wahrlich mit einem (nicht immer und jedem) bekömmlichen Kaleidoskop homoerotischer Geschöpfe auf, aus dem ich mir für dieses Kurzstatement aber leider nur sehr wenige Subgattungen dieser arsch- und schwanzgeilen Zweckgemeinschaft herausfischen kann. Da gibt es zum Beispiel jene Untergruppe der (angeblich) glücklich vergebenen Homos, die inmitten dieses Kontaktportals (nach eigenen Angaben) ausnahmslos nette Chats suchen. Als wacher Beobachter fragte ich mich in diesem Zusammenhang allerdings häufig, warum jene Keuschbrüder trotzdem so freizügige Angaben über ihre sexuellen Präferenzen machen. Ich meine, wofür sind ihre bereitwillig gegebenen Infos denn eigentlich wichtig, wenn Sex doch ohnehin nur mit dem Partner stattfindet? Wenn ich in einer glücklichen Beziehung leben würde (vielleicht findet sich in meinem Alter ja noch ein Mann), dann hätte ich bestimmt etwas Besseres zu tun, als mir Tag für Tag menschliche Schweinehälften anzuschauen und Nachrichten von Wundgeliebten zu erhalten, dessen Nährwert in der Regel mit einem ausgelaufenen Pariser in einem Pinkelbecken konform geht. Und leider wird man auch in dieser überquellenden Zusammenrottrappelkiste nicht von jenen sich ständig wiederholenden Lobhudeleien in die homogene Richtung verschont. Als noch unerträglicher darf man allerdings jene zahllosen Profile empfinden, die von ihren Besitzern als Anklagetafeln missbraucht werden. Anklagetafeln, die zwar niemanden wirklich interessieren, als allein dem Verursacher. Aber schließlich ist hier jeder ein kleiner Star. Und dies selbst dann, wenn er der Einzige ist, der sich anhimmelt. Eines der häufigen gesungenen schwulen Heulsusenklagelieder ist wohl das Lied auf die Ausgegrenztheit. Und weil sich so viele arme Schwanzmädchen so furchtbar ausgegrenzt fühlen, gründen sie z.B. einen (sie wärmend auffangenden) Club. Ja, denn auch dies ist bei Gayromeo möglich. Mittlerweile gibt es bereits tausende Clubs innerhalb dieses Portals. Obwohl man sagen muss, dass diese Clubs meist nix anderes als (not)dürftige Kontaktlisten sind. Und in solchen Kontaktlisten-Clubs rotten sich z.B. schwule Fister zusammen, homogene Nike-Schuh-Fetichsten, gleichgeschlechtliche Goethefreunde, Anhänger von Marianne Rosenberg und so weiter und so fort. Mit anderen Worten: Hier findet die rosarote Tragödiengesellschaft unzählige Auffangbehälter gegen das böse Ausgegrenztheitsgefühl. Wenn man aber irgendwann zu alt geworden ist (so ab Mitte 30), dann hilft auf dieser familienunfreundlichen Plattform oft nur noch ein dickes Konto oder ein dicker Kolben oder aber zumindest dicke Versprechungen. Und damit wäre ich endlich bei der stets wachsenden Gruppierung der Hautfaltenverwalter angelangt, im Volksmund auch Senioren oder aber Seniorenanwärter genannt. Oftmals wollen Vertreter dieser Gruppierung mit ihresgleichen beim Sex nichts mehr zu tun haben, da sie es vor allem nicht ertragen können, einen Spiegel vorgehalten zu bekommen. Nun, ich kann ihr Leiden nachempfinden, denn dieser Spiegel würde ihnen einen maroden Körper zeigen; - einen Körper, wie sie selbst einen promenieren müssen. Da erwarten sie sich doch lieber mageres Frischfleisch, das ihren abgestumpften Sinnen schmeichelt. Und um an ein solches prächtiges Fleischstück zu gelangen, suchen viele ältere Schwule verkrampft nach eigenen (vermeintlichen) Vorteilen, um die Jugend davon zu überzeugen, warum diese unbedingt mit ihnen Sex haben muss. Oft versuchen die rüstigen Rammelopas z.B. ihre vermeintlich große Erfahrung und ihr immenses Einfühlungsvermögen hervorzuheben. Nur leider ist das, was sie Erfahrung nennen, oft nicht anderes, als der unersprießliche Erfahrungswert eines senilen Jägers, der lediglich auf kleine Rehkitze abfährt. Und was so viele alte Männer in ihrem Profiltexten als besonderes Einfühlungsvermögen hervorheben, ist leider häufig nichts weiter als pure Augenwischerei. Tatsächlich ist die Mehrheit dieser Männer zutiefst selbstsüchtig und will die Wahrheit der Dinge nicht anerkennen. So erwarten sie von ihrem Sexpartner lauter Dinge, die sie selbst nicht im Ansatz erfüllen. Und dennoch hören sie einfach nicht damit auf, auf all diese Dinge auch weiterhin zu beharren.
Es sollte übrigens niemanden überraschen, dass die meisten Mitglieder dieser Leidensgruppierung (Die-alte-Männer-können-nur- auf-blutjunge-Burschen-Fraktion) sich gegenseitig mit Missachtung strafen. Und ich kann sie ja verstehen. Da nämlich auf zehn Gruftis maximal ein junges Schlachtlämmchen kommt, welches sich ernsthaft vorstellen kann, mit einem Mann, der sein Opa sein könnte, Sex zu haben, ist die Missgunst untereinander wahnsinnig groß. Und deshalb verspotten sie sich gegenseitig und vergessen dabei allzu gern, dass sie selbst ja ein Teil dieser (abstoßenden) Masse sind. Und abstoßend nicht etwa, weil Alter an und für sich etwas Abstoßendes darstellt. Sie sind vielmehr abstoßend, weil sie sich selbst derart hässlich finden, dass sie sich dazu entschieden haben, mit ihresgleichen nicht verkehren zu wollen. Ich verwandle mich ja inzwischen selbst langsam aber sicher in einen alten Mann (mit allen damit einhergehenden Nachteilen). Und auch ich begehre Boys ; - aber zum Glück eben auch Männer meines Jahrgangs und mitunter sogar deutlich ältere Männer. So bleibt mir diese peinliche und selbstentwürdigende Jagd nach Boys hoffentlich auch in Zukunft erspart. Ich würde bereits heute bei Gayromeo keinen 18-25jährigen mehr anschreiben, ob er Sex mit mir haben will. Da müsste das Signal schon ganz klar von ihm kommen. Und selbst dann würde ich nochmals bei ihm nachfragen, ob er sich das wirklich antun will. Es tut mir leid, dass ich auf viele Fraktionen nicht näher eingehen konnte, so etwa auf die “Berufsschwulen”, die vielen unterschiedlichen Fetischisten, die bizarren Weltverbesserhomos oder aber auf die Gruppe der XXL-Schwanz-Träger. Man glaubt ja gar nicht, wie viele Schwuchteln einen Hengstschwanz haben wollen. Wahrscheinlich wissen die meisten einfach nur nicht, wo sie sich den Zollstock anlegen müssen. Denn wenn sie dies wüssten, dann würden sie rasch feststellen, dass sie jene, die mit so viel Leidenschaft propagierten homogenen Durchschnittsmaße von 20 x 5 leider nicht mit sich herumtragen. Aber schließlich kann auch ein Kümmerling lustig machen. In diesem Sinne – man(n) sieht sich bei Gayromeo. Einen versucht tuntigen Hüftschwingergruß sendet Arne PS: willst Du Dich direkt über Gayromeo bei mir über diesen Text beschweren oder mich vernaschen oder heiraten? Dann nur zu! Meine Profilnummer bei Gayromeo lautet: 5263012 © Arne Pahlke, 2005 (überarbeitet April 2010) |
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weitere Texte von mir über Gayromeo: 17 Tafeln für schwule Datingplattformen 124 Aussagen in schwulen Profilen und was diese oft wirklich bedeuten
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Anarios, 29 März 2010 Schön, dass Du die Kommentarfunktion endlich auch in diesem Bereich eingebaut hast. Ich werde bei Gelegenheit etwas zu diesem Text schreiben. Michel, 15 August 2011 - sehr gut! Danke. |
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® sämtliche Textrechte liegen bei Arne Pahlke/Wortmutation |
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