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Lied eines jungen Soldaten auf dem Minenfeld Arne Pahlke, Februar 1996
Mutter, hör’ doch, wer singt dir hier Es ist dein Sohn, ein Grenadier
Bomben, Splitter, Fetzen, Tod Säuren gurgeln Atemnot Feuerbälle, Donnerknall Menschenreste überall Handgranaten wirbeln Luft süßlich herber Fäulnisduft
Stehe hier auf einem Beine singe laut, dass ich nicht weine
Flieger, Flak, Maschinenpistolen Herzen, die sich Krähen holen Und der Himmel weint ins Land
Mutter hör doch, noch steh ich hier Mutter bitte, bleib’ bei mir
Panzer, Ketten, Schützengräben Menschen, die vom Tode leben Verfolgen, Foltern und vernichten Menschen, die sich selbst hinrichten
Bomben, Splitter, Fetzen Tod Säuren gurgeln Atemnot Feuerbälle, Donnerknall Und der Tod singt überall
Mutter hilf, noch steh ich hier Bin doch dein Sohn, kein Grenadier Stehe hier auf einem Bein Will für dich nicht traurig sein
Fallschirmspringer, Säbelmesser Tiefflieger als Menschenfresser Heißer Regen, Bombentrichter Blitzgewitter, Schattenlichter
Kriege kommen, Kriege gehen Menschen wählen sie ungesehen Massengräber, Gräbermassen Menschen töten, weil sie hassen
Mutter, schau nur, die Soldaten voll gestopft mit Handgranaten
Mutter, Mutter, ich kann nicht mehr mein müder Körper wiegt so schwer Mutter, küss mich und behalt mich lieb Und Mutter, ich mag ihn nicht, den Krieg |
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® sämtliche Textrechte liegen bei Arne Pahlke/Wortmutation |
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