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Magersüchtiges Brustimplantat Arne Pahlke, April 2010
Ein Brustimplantat aus Silikon erkrankte einst an Magersucht. Es empfand seine Körbchen-Doppel-D-Portion, als eine aufgeblähte Hülsenfrucht. Drum setze es sich auf Nulldiät und verbat sich jede Kalorie. Es fühlte sich als Obszönität, als unansehnliche Anomalie. Doch keine Diät half abzunehmen; es blieb ganz fett und drall. Und dies war so nicht hinzunehmen: „Nein, auf gar kein Fall!“, sprach das deprimierte Implantat und wählte für sich den Suizid. Dafür vollführte es eine Art Spagat, bei dem es sich zerrieb; bis es komplett auslief und dabei (mehr oder weniger) friedlich einschlief.
Und seine Wirtin trieb es noch am selben Tag zu einem dieser Verschönerungschirurgen. Und dort nun unterzeichnete sie einen Aufrüstungsvertrag über neue Doppel-E-Melonen. |
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® sämtliche Textrechte liegen bei Arne Pahlke/Wortmutation |
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