Mein Freund, der alte Malte

Arne Pahlke, Juli 1995

 

 

Er ist ganz gewiss keine Dublette;

keine hölzerne Marionette.

Er ist es, der die Fäden zieht,

der (meist) den guten Ton angibt.

Er rezitiert, er regiert

und asphaltiert Tag mit Taten.

Denn Abwarten,

dies ist nicht seine Welt.

Er ist ein couragierter Antiheld

ein Unikat mit Rauschelbart.

 

Er liebt die Kunst, das Welttheater;

ist mein Mentor, Ehemann und Vater,

ist Regisseur, Charmeur und durch und durch Ästhet.

Erspäht er reine Schönheit, so erzittert sein Planet.

Malte und ich  nach einem Auftritt von mir auf dem Theaterschiff am Mäuseturm in Hamburg

 

 

Der schneeweiße alte Engel;

gießt meine Qualitäten und durchpflügt meine Mängel.

Und der alte Schelm aus Vorkriegstagen

flaniert noch heute lümmelhaft durch die szenischen Plantagen.

 

Deine Felder sind fruchtbar;

deine Ernte so reich.

Du bist als Mensch ein Exemplar,

da traut sich kein Vergleich.

 

Malte war bis zu seinem Tod ein wichtiger Wegbegleiter. Er förderte nicht nur maßgeblich mein literarisches Schaffen, sondern er war mir vor allem ein besonderer Freund sowie Für- und Widersprecher.

schreibe einen Kommentar..
Dein Kommentar zum Text abgeben

leider noch kein Kommentar vorhanden. Sei der Erste, der einen Kommentar schreibt!

® sämtliche Textrechte liegen bei Arne Pahlke/Wortmutation