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Möglichkeiten
Ich schneide mir ein Loch in meine Wange, mit einem Wattebausch aus Zimt. Ich stecke gebrannte Mandeln in die Öffnung. Und auch Liebesäpfel, groß wie Planeten. Dann lass ich mich in die Unendlichkeit fallen, - wegen der möglichen Schmerzen. Und dort dann erfinde ich mir weinende Tretminen aus Löschpapier, die auch fliegen können, wenn man sie richtig faltet.
Ich pflanze mir neue Wangen aus Mandelbaumblättern und kehre zurück in einem Raumschiff, das so groß ist wie das Herz eines Flohs. In dem ich über mich hinauswachsen kann, bis dass ich den Boden unter meinen Füßen nicht mehr spüre und den Merkur mit meinem bloßen Fingern wegstupsen kann. Bis er zerplatzt und das Universum vor lauter Schreck einen Schluckauf bekommt und sich die Luft anhält. Bis dass alle Planeten blau anlaufen und vom Himmel fallen. Dann male ich mir Füße und suche ich mir einen Fluchtweg. Ich gleite durch die Harnröhre des Universums hinaus ins Nichts. Unterwegs trinke ich schnell noch die Milchstraße. Derart gestärkt begebe mich zurück in die Realität des Alltags. © Arne Pahlke, März 1998 |
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® sämtliche Textrechte liegen bei Arne Pahlke/Wortmutation |
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