monogame Beziehungen

Kant resümierte in sarkastisch unerkühlter Objektivität über die monogame Ehe: „Die Ehe ist in völliger Nüchternheit als die Verbindung zweier Personen verschiedenen Geschlechts zum lebenslangen wechselseitigen Besitz ihrer Geschlechtseigenschaften zu bezeichnen.“

Ähnlich hämisch nüchtern könnte man über eine monogame homosexuelle Partnerschaft schreiben: „Der Versuch einer gleichgeschlechtlich monogam geführten Partnerschaft soll die dauerhafte ausschließliche Verfügbarkeit zweier sich zueinander hingezogenen Körpern zwecks beiderseitigem Lustgewinn erzwingen.“

Oder einfacher ausgedrückt: monogam lebt, wer innerhalb einer Beziehung ausschließlich mit seinem Partner Sex hat. Zumindest theoretisch!

Denn in der Praxis scheint es höchst unterschiedliche Auffassungen darüber zu geben, wann die Monogamie eigentlich aufhört bzw. anfängt.  So meinen die einen, Monogamie schließt lediglich den praktizierten Sex zu einer zweiten Person innerhalb einer festen Beziehung aus. Andere hingegen gehen noch einen großen Schritt weiter und sagen, dass monogames Verhalten bereits an dem Punkt aufhört, an dem man(n) beim Sex mit seinem Partner an eine andere Person denkt.

 

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Schwäne sind hoffnungslos romantisch. Einmal zueinander gefunden, bleiben sie meist ihr Leben lang ein Paar.

 

Die Vorstellung von einer monogamen geführten Beziehung mag für viele Schwule sehr balsamisch sein. Monogamie = aufrichtige ewige Liebe. Das klingt so schön. Das will ich auch haben! Doch so schön sich Treugelöbnisse für die Ewigkeit auch anhören mögen -  und so sehr man sich von ihnen auch gestreichelt fühlt;  - so schwer lebbar bleiben sie dendoch.

Haeberle resümierte, dass man sich ehrlicherweise doch eher mit einer “relativ ausschließlichen Monogamie” zufrieden geben sollte. 

Soll heißen: man soll einfach versuchen möglichst monogam zu leben, gleichzeitig aber seinen Partner und sich selbst zugestehen, weiterhin ein ganz normaler  Mann zu bleiben. Und der ganz normale Mann denkt (und lebt) eben eher polygam als monogam.

Und schade eigentlich, dass so gut wie keine Polygamie-Gelöbnisse abgegeben werden. Denn darauf könnte man(n) sich wenigstens verlassen!

 

siehe auch unter: Partnerschaften (homosexuelle), polygam, Fremdgehen, Treue, Keuschheitsgürtel, Promiskuität, Vorurteile & Behauptungen, LiebeLiebelei, Liebesfaehigkeit, Liebeskummer, Fickverhaeltnis,Flirt(en), Dreier, Wichsphantasien

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