Monsters

Produktionsland: Großbritanien

Erscheinungsjahr: 2010

Altersfreigabe: FSK 12

Laufzeit: 93 Minuten

Genres(s): Drama, Liebe/Romantik, Science Fiction

Regie: Gareth Edwards

Besetzung:    u.a.  Whitney Able, Scoot McNairy
 

 ® Arne Pahlke, 2011

Ich halte die Wahl des Filmtitels für einen ziemlichen Missgriff, wobei ich davon ausgehe, dass es sich hierbei um einen kalkulierten Missgriff handelt. So zieht ein Film mit dem Titel „Monsters“  natürlich mehr Aufmerksamkeit auf sich – und lockt mehr Zuschauer ins Kino, als ein Titel wie z.B.  „Flüchtige Romanze im Sperrgebiet“, wobei ein solcher Titel eher den Inhalt dieses Filmes widerspiegeln würde. Und dazu der Klappentext und die Audio-Filmeinführung, wo von der NASA, außerirdischem Leben, Mutanten und infizierten Zonen die Rede ist.

All dies erweckt  den Eindruck, als handle es sich um einen Film über „Monster und Außerirdische“. Ok, letztlich dreht sich in dem Film des Regisseurs Gareth Edwards auch fast alles um diese außerirdischen Monster. Und zwar um riesengroße Monster in Form von schwimmenden und sich über Land bewegenden und in der Luft schwebenden krakenähnlichen Kreaturen. Doch gleichzeitig ist „Monsters“ eben alles andere als ein Monsterfilm und vermag somit auch nicht die genretypischen Erwartungshaltungen zu erfüllen, die man gemeinhin an einen „Monsterfilm“ stellt.

„Monsters“ ist weder gruselig und  auch nicht (im gruselmäßigem Sinne) spannend. Und selbst das ihm aufgedrückte Genre Science-Fiction erfüllt er zwar, ohne dieses aber tatsächlich zu bedienen. Der Film, der der Hyperfilm des Fantasy Filmfestes 2010 war,  kann letztlich vor allem als Romanze  punkten, wenngleich ich ihm auch in diesem Bereich alles andere als herausragend finde.

Ich kann mich somit des Eindrucks nicht erwehren, dass „Monsters“ nicht zuletzt deshalb eine derart positive Resonanz erhalten hat, weil  er mit einem winzigen Budget (es werden Zahlen zwischen 20- bis 50.000 Dollar genannt) realisiert wurde. Wenn dies wirklich zutrifft, - und ich habe da so meine GROSSEN Zweifel, so kann man sich nur vor der Leistung  von Gareth Edwards verneigen, der z.B. die „Monsterszenen“ z.T. selbst an seinem Heimcomputer zusammengezimmert haben soll.

Doch egal, ob der Film nun 50.000 oder 5 Millionen Dollar gekostet hat. Letztlich zählt nur, was am Ende dabei herausgekommen ist. Und „Monsters“ ist für mich irgendwie weder Fisch noch Fleisch; - ist ein Genremix, den ich zwar nicht als misslungen, aber eben auch nicht als gelungen bewerten kann.

 

Also, wenn es einen Liebhaber dieses Filmes tröstet - für das Aussehen von Whitney Able gebe ich 9 Punkte!

 

Die beiden Hauptdarsteller (Whitney Able und Scoot McNairy) agieren durchaus sympathisch. Und die Dialoge sind erträglich und mitunter  mit etwas Küchentischphilosophie angereichert, was dann wohl viele Filmkritiker direkt dazu animiert hat gleich noch einen Extrapunkt für Sozialkritik obendrauf zu packen.

Was für den Film spricht, ist, dass er nicht nervt. Und das ist schon mal viel wert. Wenn ich nur daran denke, was für nervtötende und aggressiv machende Filme Scharlatane von der Sorte eines Roland Emmerich abliefern. Und dies mit einem Budget, dass das Budget dieses Filmes (sollten die oben genannten Zahlen zutreffen) um das Tausendfache übersteigen.

Doch ein Film wird eben nicht nur dadurch zu einem guten Film, weil er zwei sympathische Hauptdarsteller hat, (angeblich) mit einem Mini-Budget umgesetzt wurde und den Zuschauer nicht nervt.  „Monsters“ führt gemächlich durch eine letztlich ziemlich dünne Story. Synonyme wie atemberaubend, innovativ und beklemmend; -  wie sie in einigen Kritikern verwendet wurden,  kann ich in meiner Rezension leider nicht anbieten, weil ich diesen Film weder atemberaubend, noch wirklich innovativ und schon gar nicht beklemmend fand. Einen gewissen - zum Teil auch ganz eigenen Charme - will ich diesem Werk aber nicht absprechen.

    5.5 von 10 Punkten

 

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