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Normalität (SPRECH-SONGTEXT) Arne Pahlke, Februar 2008
Ach, meine sehr verehren Damen und Herren. Lassen sie uns doch einmal über die Normalität reden. Die Normalität - die Normalität - die Normalität; zum verrückt werden ist sie, die Normalität.
Wissen Sie, ich hatte so viel mit der Normalität zu tun und mit in der Normalität lebenden normalen Menschen, dass ich darüber komplett verrückt geworden bin. Vollkommen normal – vollkommen verrückt.
Normal zu sein bedarf es wenig ... ... und wer verrückt ist, ist ein König.
Nein – so einfach darf man sich das auch nicht machen!
Das einfach machen ist übrigens eine schlechte Angewohnheit der meisten normalen Insassen inmitten der Normalität. Oder vielmehr ist ihre Einfachmacherei eine Art Lebensversicherung ein „Bleib-in-der-Normalitätsebene-Absicherungsverhalten“.
Ich habe meine Versicherung gekündigt. Die Normalität hat sich an mir versündigt. Seitdem wandle ich zwischen Wahnsinn und Genie und bade autistisch in meiner Autarkie.
Nicht, dass hier der Eindruck entsteht ich hätte grundsätzlich etwas gegen die Normalität einzuwenden und den in ihr lebenden normalen Menschen. Nein, nein – so ist das wirklich nicht.
Die Normalität hätte sich nur ein klein wenig mehr auch an mich anpassen müssen, als nur immerzu von mir zu erwarten, dass ich mich an sie anzupassen habe.
Die Normalität ist doch im Grunde genommen eine leere Kiste. Was hat sie denn zu bieten, die Normalität? Die Normalität lässt sich in nur einem Wort zusammenfassen: M E H R H E I T. Das und nichts anderes ist die Normalität!
Und das es den meisten Menschen vollkommen ausreicht; - ihr Leben lang in einer leeren Kisten auszuharren, eben dies hat mit dem Wunsch zu tun, einer Mehrheit anzugehören. Die Normalität ist ein Auffangbecken für Mehrheitensucher. Und der inständige Wunsch der meisten Menschen einer Mehrheit anzugehören; eben dieser Wunsch geht sogar soweit, dass sie immer dann, wenn sie einmal inmitten der Normalitätsebene einer Minderheitengruppierung angehören, sich sofort innerhalb dieser Minderheitengruppierung an der Mehrheit zu orientieren zu versuchen.
Die Normalität ist somit ein System für Mitläufer und Herdentiere.
Kann man mögen …muss man aber nicht. |
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GGorsty, 4 Juli 2011 - Faszinierende Auffassung. Ich selbst will zugeben, wenn man einmal aus "dem Strom" herausgegangen ist, um sich seine(n) eigenen platz / eigene Welt zu finden, dann hat man es wesentlich besser als all diese mitläufer und kopisten, die sich in ihrer ach so langweiligen normalität suhlen... das andere, das fremde ist es, was man suchen muss! |
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® sämtliche Textrechte liegen bei Arne Pahlke/Wortmutation |
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