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Oberflächlichkeit (schwule Szene) Der schwulen Szene wird immer wieder Oberflächlichkeit nachgesagt. Was ist dran an diesem Vorwurf? Ständig hört und liest man diese positiv verbindenden Begriffe wie Gay Community oder Gay Family, die den Zusammenhalt innerhalb der schwulen Subkultur geradezu beschwören. Doch gleichzeitig beklagen sich viele Schwule über den mangelnden Tiefgang und die Substanzlosigkeit innerhalb der rosaroten Schattenwelt. Viele Homosexuelle meinen sogar, dass die schwule Szene nichts anderes wäre, als eine Ansammlung kommerziell ausgerichteter Einrichtungen, die eben vor allem bi- und homosexuelle Männer als Kunden haben. Für sie ist die schwule Szenewelt ein Kirmes mit jeder Menge kunterbunter Fahrgeschäften, die jenen, die es sich leisten können, für einige Stunden seichte Zerstreuung bieten ... und mehr eben nicht. Doch ist eine derart grobe Einschätzung nicht mindestens genauso oberflächlich, wie es die schwule Szene angeblich sein soll? Und ist Oberflächlichkeit und Substanzlosigkeit nicht vielmehr ein Problem unserer Zeit? Wird der moderne vernetzte Mensch nicht zunehmend einsamer inmitten der vielen Kommunikationselemente? Hat das Internet (man nehme nur Gayromeo) die (Happy)-Gay-Family tatsächlich glücklicher gemacht? Oder ist es nicht vielmehr so, dass erst die Abkehr vieler Schwuler aus der realen schwulen Szenelandschaft (z.B. hinein in virtuelle Kontaktwelten) zu mehr Oberflächlichkeit und Einsamkeit geführt hat? Und ist die schwule Szene wirklich nur für junge attraktive Gays reserviert, wie man es immer wieder hört? Gibt es nicht unzählige schwule Bars, Cafés und sogar Discotheken, in denen Schwule jeden Alters miteinander reden und feiern?
Ok, alte Schwule haben kaum Chancen einen jungen attraktiven Boys ins Bett zu bekommen. Aber ist das oberflächlich? Sind nicht vielmehr die alten schwulen Männer oberflächlich, die das erwarten? Würde denn ein alter heterosexueller Mann in einer Discothek reihenweise junge Mädchen abschleppen, insofern er nicht gerade mit Banknoten wedelt? Würde der heterosexuelle Mann nicht vielmehr bereits von den Türstehern abgewiesen werden? Ja, die schwule Szene ist voll von Oberflächlichkeiten. Allerdings ist dies wahrlich kein separiertes Problem einer schwulen Subkultur. Und überall in der Szene, selbst in einem Sexkino, kann man Freunde fürs Leben finden. Oft ist Oberflächlichkeit doch nur ein Zustand, der auf wechselseitigen mangelndem Tiefgang beruht. Wenn wir uns hingegen öffnen (Nein, nicht so!) und den Dingen, die wir tun, mehr Tiefe verleihen (ich sagte: Nicht so!), dann bekommen wir meist auch mehr von unserem Gegenüber zurück. Wenn wir hingegen ständig nur klagen, dass alles so furchtbar oberflächlich ist, an diesem Zustand aber selbst nichts ändern, dann ernten wir auch weiterhin das, was wir so oft und gerne beklagen - Oberflächlichkeit.
siehe auch unter: Anmach- und Abschlepptipps, Abmelkwirtschaft, Szene-Schwule, Traumprinzensuche, Zusammengehoerigkeitsgefühl (Solidaritaet), Ichbezogenheit, Szene (schwule), Autobahnraststaetten, Bars (schwule), Berlin, Jack Off / Jack-Off-Party, Klappe (oeffentliche Toiletten), Laufsteg-Mentalitaet (schwule), Lifestyle-Markenklamotten-Huschen, Marktwert (schwule Szene), Nachtleben (schwule Szene), Hamburg, Park (Cruisingpark, Stadtpark), Pulverfass -Cabaret, San Francisco, Sydney, Sexveranstaltungen (Sexpartys), Sexkino (Pornokino),Sexshop (Gay-Sexshop) |
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Dude, 24 Oktober 2011 - Ergo Schwule sind Oberflächlich und die die es nicht begreifen wollen sollten sich folgende fragen stellen. Rede ich mit der Person nur nicht weil er optisch nicht auf mich wirkt ?Tratsche ich über das aussehen anderer ? Wo stehe ich selbst bei meinen eigenen Freunden ? Mögen die mich so wie ich bin oder tue ich etwas nur um die zu gefallen ? Bis Jetzt habe ich keinen Schwulen getroffen der wirklich tiefe hat und mit dem man mehr reden kann als nur sex oder klamotten.
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