Opfergabe

Arne Pahlke, 1994

 

Seine Augen

blicken trübe,

starr und müde,

den Gang entlang

 

Sein Geist entschwindet durch die Stäbe

und er zählt die Schritte hin zur Tür.

In seinem Innern kreist eine Säge,

die sein verwirktes Sein berührt.

 

Stille

 

Unbarmherzige Stille

 

Jeder Laut richtet seine Haut.

Jeder kleinste Ton

klingt ihm zum Hohn

und gerbt sein Mörderherz.

Opfergabe

Es schiebt sich ein Schlüssel hinein,

mit einem Stich in das Schloss,

als wär’s sein Herz.

Eine Tür fällt zurück in ihren Schoß.

 

Doch kein Trost.

 

Der Gang zum spannungsgeladenen Beichtstuhl

ist wie der Revolver an der Schläfe seines Opfers.

Mit dem Unterschied, dass es im Gegensatz zu ihm nicht wusste,

dass es bald schon sterben musste.

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