Pans Labyrinth

Produktionsland: Mexiko, Spanien, USA

Erscheinungsjahr: 2006

Altersfreigabe: FSK l6

Laufzeit: 116 Minuten

Genres(s): Drama, Mystery

Regie: Guillermo del Toro

Besetzung: u.a. Ivana Baquero, Sergi López, Maribel Verdú, Doug Jones, Ariadna Gil,Manolo Solo

 ® Arne Pahlke, 2011

Ich bin mit anderen Erwartungen in diesen Film gestartet. Mit Blick auf den Titel und das Filmcover ging ich davon aus, das ich einen Fantasystreifen zu sehen bekomme, der sich mehr oder weniger komplett in einem „verwunschenen“ Labyrinth abspielt, in dem etliche Gefahren lauern, die es von den darstellenden Personen zu überwinden gilt. Doch tatsächlich ist „Pans Labyrinth“ ein mystisches Drama im Dunstkreis eines poetisch-düsteren Märchenambientes, dem etwas Surreales anhaftet. Und mitunter fühlt sich dieser Film auch an, wie eine schwermütige Erwachsenen-Adaption von „Alice im Wunderland“.

Zutreffen tut aber vor allem die Aussage der Kritikerin Sarah Mersch (Cinefacts), die „Pans Labyrinth“, als eine Fantasy-Parabel über die Grausamkeiten des Faschismus sieht, die durch ihre erlösende Kraft kindlicher Imagination und durch ihre visuelle Brillanz besticht.

Der Film von Guillermo del Toro (Hellboy, Mimic, Blade 2) ist ein handwerklich nahezu perfektes Stück Filmkunst. Zumindest habe ich keine fassbaren Angriffsflächen für eine berechtigte Kritik gefunden. Er bietet ein adäquates Setting mit sehr ausdrucks- und wirkungsvollen Szenenbildern, eine tolle Kameraführung (erhielt u.a. den Oscar für die beste Kamera im Jahr 2007). Und dazu gesellt sich eine  stimmungsvolle Filmmusik, ein gelungenes Drehbuch, eine durchgehend hohe Spannungskurve sowie durchweg ansprechende schauspielerische Leistungen.

 

Pan
 

Ivana Baquero in der Rolle der kleinen (Prinzessin) Ofelia

 

Was diesen Film aber eine ganz besondere Note verleiht, ist die höchst gelungene Verschmelzung  zwischen Fantasy und (blutiger) Realität. Wirken die Bilder in einem Moment noch so, als würde man sich  eine Verfilmung eines Grimmschen Märchen ansehen, wird man  nur einen Augenblick später (etwa von diesem menschlich zutiefst abstoßend gespielten Hauptmann Vidal) in die brutale Wirklichkeit zurückgeworfen.

 „Pans Labyrinth“ ist tragisch und hoffnungsvoll zugleich; - traurig, gewalttätig, verstörend und teilweise magisch. Und es ist ein Film, in dem man vollends  einzutauchen kann, um sich von der Kraft seiner Bilder verzaubern zu lassen.

   9.5 von 10 Punkten

 

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Marie- 12 Februar 2012 - dem kann ich nur voll und ganz zustimmen. Ein Film, über den mann noch lange nachdenkt...

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