Phallussymbole & Phalluskult

Phallussymbole (Abbildungen vom  Penis)  sind bereits aus prähistorischer Zeit in Form von Felsenzeichnungen bekannt. Vor allem aber im antiken Griechenland wurde ein wahrer Phallus-Kult betrieben. Dazu zählten auch Prozessionen, bei denen gigantische Schwanz-Nachbildungen durch die Straßen getragen wurden. Zu dieser  Zeit  wurden  Phallus-Symbole auch als Tributzahlungen eingesetzt.

Im frühen Christentum hatte man den Kult um des Mannes Pracht zwar verboten, doch der Phalluskult war einfach nicht kleinzukriegen. Im Mittelalter gab es z.B. viele Statuen, die den heiligen Futinus  (zumeist mit erigierten Glied) darstellten. Hierhin pilgerten massenweise unfruchtbare Frauen und strichen etwas Staub vom steifen Schwanz. Hierdurch, so glaubten sie zumindest,  würde sich ihr Kinderwunsch erfüllen.

 

Phalluskult in der Antike

 

Und es gab noch mehr Phalluskulte. So z.B. der eines Indianerstammes, dessen Männer mit geschnitzten Phallus-Nachbildungen über ihre bestellten Felder tanzten und einen Samenerguss nachstellten. Diese Zeremonie sollte ihnen eine reiche Ernte bescheren.

Und auch heute noch ist die Welt voll von phallischen Symbolen. So gehört die Zurschaustellung des Fruchtbarkeitssymbols in einigen Ländern noch immer zum Kulturgut.  Und gewissermaßen betreiben viele Schwule ebenfalls eine Form von Phalluskult.  Man denke nur an die Bilder von Tom of Finland, der seine Zeichnungen oft mit einem überproportional großem Ding-Dong versehen hat - und damit schon die Phantasien vieler Homosexueller beflügelt hat.

 

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