Satans Brut

® Arne Pahlke, Januar 2011

 

 

Etwas gebar sich in mir, spie sich aus, würgte sich hinein in mein Ich.

Etwas in mir begann zu zürnen, zu wüten, zu toben und zu schäumen.

Etwas in mir brannte und übergab mein Herz, den in mir lodernden Flammen.

Etwas formte mich zu einem infamen Architekten einer letalen Hölle.

 

Und dieses Etwas machte mich zum Ankläger dieser eurer trostlosen Welt.

Und seit diesem Tag weide ich mich an eurer Hinfälligkeit und bade im Blut eurer Nächsten.

 

Ich bin das siedende Mark eurer totgeschwiegenen Mordlust.

Ich bin der aufgeplatzte Zorneskern eurer heimtückischen Bosheit.

Ich bin euer Spiegel, zersprungen, in tausend euch aufschlitzende Scherben.

Ich bin das Gift und die Galle, die ihr heimlich spuckt.  

Ich bin euer schlechtes Gewissen und ich trage den Keim einer todbringenden Epidemie in mir.

 

Und ihr seid pestilenzialische Wanderratten, die sich selbst Gift ins Futter streuen.

 

Eure Vergangenheit, ein Berg aus Fäkalien.

Eure Gegenwart, eine Mauer aus Habgier.

Eure Zukunft, eine Schlinge des Leidens.

 

 

Und nun mögt ihr Ratten meinen, dass ich des Satans Brut sei? 

Und fürwahr, des Satans Brut, dies bin ich gern.

Doch ihr selbst seid die Brut des Bösen!

Und keines eurer trojanischen Lumpengewänder kann eure wahre Herkunft verhehlen.

Kein Parfüm kann euren Fäulnisgeruch überdecken.

Kein Adelstitel kann eure Minderwertigkeit aufwerten.

 

Euer Selbstbild ist eine Illusion von etwas, dem ihr euch nur hingebt,

um daran euer schuldbeladenes Dasein zu wärmen.

 

Ihr seid der Welt größte Plage.

Und seit dem ersten Tag eurer Existenz springt  ihr euch gegenseitig an die Gurgel.

Und ihr habt nur deshalb bis zum heutigen Tage überlebt,

weil ihr euch wie die Ratten vermehrt.

 

Ich bin übrigens nicht der Einzige, der sein Herz, den in ihm lodernden Flammen übergab.

Und alle, die wie ich, zum Dämon mutiert, sind nicht dazu geworden durch Satans Macht.

Ihr Ratten habt uns zu dem gemacht, was wir sind!

 

Und wir sind viele – und wir werden mit jedem Tag immer mehr!

 

Und das, was man in tausenden von Jahren rückbetrachtend über euer Ende sagen wird,

dass nämlich eine Pandemie euch dahingerafft hat.

Eben diese Pandemie war in Wahrheit ein Herr von Dämonen,

das ihr durch euer eigenes Tun und Unterlassen selbst geschaffen habt,

damit es über euch richten möge.

 

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DanellaSKILLFaschism, 18 Januar 2011"...Dies ist nur eine Prüfung von Dir. Damit führst Du irre, wenn Du willst, und  weist den Weg, wem Du willst. Du bist unser Beschützer; so vergib uns  denn und erbarme Dich unser; denn Du bist der Beste der Vergebenden."

Konkalit, 21 März 2011 - Ich mag diese Texte von dir, vom absolut Bösen verfasst denn du schreibst sie authentisch und imponierend. So könnte die wahre Botschaft des Bösen aussehen. Gemeinsam mit deiner restlichen poetischen Brillianz gäbst du einen guten Mephisto ab :D

 

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