Schau mir in die Augen, Kleines! SONGTEXT

Arne Pahlke, August 2010

 

Schau mir in die Augen.

Betäube mich mit Gas.

Treib‘ mich in die Laugen.

Lös mich auf zum Spaß.

Verscharr‘ mich in Deinem Garten.

Hauptsache, ich bin Dir nah.

Lass mich hier nicht warten.

Ich hab’ auch Peitschen da.

 

Schau mir in die Augen.

Spuck in mein Gesicht.

Und versuch‘ mir zu sagen:

„Hey, ich lieb Dich nicht!“

Willst Du mein Blut saugen?

Komm, genier Dich nicht.

Du darfst mich auch schlagen.

Mein Keller ist schalldicht.

 

Schau mir in die Augen.

Mach mich fügsam mit Haldol.

Du kannst Gewinde in mein‘ Schädel schrauben.

Wichtig ist, Du fühlst Dich wohl.

 

Ritz mir Sechsen in die Schläfe

Oh bitte räum mein Konto leer.

Ich schreib Dir vorher Bettelbriefe.

Und wenn Du mein Geld hast, versenk’ mich im Meer!

 

Schau mir in die Augen, Kleines.

Lies mir Alice Schwarzer vor.

Ich lieb Dich doch. Wer braucht da Fairness?

Du bist die Göttin und ich Dein Mohr.

Nimm Dir ruhig auch meine Villa

und sperr mich zum Dank im Keller ein.

Spiel‘ mit mir genarrter Gorilla.

Du sollst stark und überlegen sein.

 

 

Schatz, ich habe Dich belogen. 

Ich will doch gar nicht Dein Sklave sein.

Glaubst Du wohl, ich steh‘ unter Drogen

und mim‘ hier Dein doofes Wauwilein?

Ich bin  Gebieter und Du nur Flittchen.

So steht  es schon in der Bibel drin.

Drum brav auf die Knie, Du kleines Schneewittchen

und leg Dich mal breitbeinig hin.

 

Schau mir in die Augen, Kleines;

bevor ich sie Dir gleich verbind‘.

Dein Geist,  Dein Körper – ALLES MEINES!

Und nun sei gefälligst aus Liebe blind!

Sag, magst Du überhaupt Sadomaso?

Na, Hauptsache ich hab‘ meinen Spaß.

Wo verscharr ich nur Deinen Torso?

Ach, da findet sich schon was.

 

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