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Schlimme Nachrichten Arne Pahlke, Januar 2009
Was ist das bloß für eine schreckliche Welt geworden? Jeden Tag neue schlimme Nachrichten.
Hier zum Beispiel: 18 jährige Studentin versteigert ihre Jungfräulichkeit bei E-Bay
Das ist doch widerlich. Ach halt, nein. Moment mal!
Diesen Artikel habe ich mir vorhin ausgeschnitten, weil ich da mitbieten will. Wie hoch bietet man bei so einer Schlampe denn mit? Maximal 50 Euro oder? Schließlich bekomme ich hier in Hamburg Nutten ab 30 Euro, wenngleich auch nur für ein bisschen Handarbeit. Aber man bedenke auch den Dreck, den so eine Jungfrau macht.
… oder hier: Deutsche Gesetze machen es möglich: Deutscher Ex-Anwalt macht aus 1.000 Polen 1000 deutsche Hartz-4-Empfänger. Das ist wirklich schlimm. Andersrum hätten wir zwar alle ein Grund zur Freude gehabt, aber eben nicht so ...
Oh, mein Gott hören sie nur, was hier steht: 23-jährige Mutter wirft ihr Neugeborenes in eine Biotonne
So eine Tat ist einfach grausam und unmenschlich. Andrerseits: Wo hätte sie ihr Balg sonst reinwerfen sollen? Bei Altpapier? Glas? Restemüll?
Ne, komm! Wenn ich eine entbindungsbereite Frau wäre und mit meiner Mutterrolle hoffnungslos überfordert. Und wenn ich dann vor all diesen Containern stehen würde mit einem sinkenden Neugeboren an der Backe. Also ich denke, dann würde ich es auch in die Biotonne geben. Menno, das war doch nur Spaß von mir! Niemals würde ich ein Baby in eine Biomülltone werfen! Ich würde das Baby in ein Schredder stecken und dann alles mit meiner Handycam filmen. Ne schon schlimm oder? Ich meine, wenn man vor 30 Jahren den Begriff Babyklappe gehört hat, dann hätten fast alle an einen evangelischen Kindergarten für sozial benachteiligte Kinder gedacht und nicht an ein Abladeplatz für ungewollte Windelkacker, dessen Mütter gerade einmal so viel Mutterliebe aufbringen können, dass sie ihre Kinder nicht direkt in den nächsten Kanal oder eben in eine Biotonne werfen. Was bin ich froh in einer Zeit aufgewachsen zu sein, wo man von Papa und Mama noch regelmäßig und grundlos ungestraft ein paar in die Fresse bekommen hat. Ja, Mensch, war doch ok! So konnten unsere Eltern wenigstens regelmäßig ihren Stress abbauen, bevor sie die Mordlust packte. Aber heute, wo jedes unter ADS leidende Kleinkind seinen Eltern direkt mit einer Anzeige droht, wenn diese ihrem Biest lediglich mit einer Ohrfeige kommen, da denken sich halt immer mehr Mütter direkt nach der Entbindung eines Dreckbalges: „Ach nö, lass mal gut sein. Das Teil schreit ja jetzt schon ständig. Und wenn ich das später nicht mal anständig verkloppen kann, dann klopp ich es halt lieber direkt in die nächste Tonne. Ich kann die Argumente solcher Mütter verstehen.
Oh je, lesen sie nur mal, was hier steht: 76 jähriger Rentner von drei südeuropäischen Jugendlichen in der Nacht von Samstag auf Sonntag auf der Reeperbahn ins Koma geprügelt. Werden sie bei solchen Schreckensmeldungen genauso wütend wie ich? Denken sie dann auch sofort: Was hat ein sabbernder Greis um diese Uhrzeit noch auf dem Kiez zu suchen? Einfach widerlich die heutige Zeit. Aber zum Glück haben wir noch unsere Jugendlichen, auf die wir bauen können. |
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Sordos, 13 Januar 2009 - die Empörung am Ende geht in eine so andere Richtung, dass man es nicht erwartet, obwohl man es bei dir längst besser wissen sollte |
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® sämtliche Textrechte liegen bei Arne Pahlke/Wortmutation |
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