Schriftsteller

Arne Pahlke, Juni 1995

 

Versteh,

du bodenloser Lyriker:

Verstehen tut niemand was von dir!

Verzeih mir meine Offenheit.

 

Verzeih,

doch nun geh!

Denn was willst du hier?

 

Du codierst dein Werk,

als wäre es dir heilig.

Scheinheilig?

 

Dein Sprachgeschick

bricht meiner Deutung

das Genick.

 

Schön gemacht!

Doch nicht verfügbar, da uneinsehbar.

Durchdacht, durchdacht!

 

Wie schaffst du es bloß immer wieder,

nichts auszusagen?

Darf ich wagen

danach zu fragen?

Du reflektierst dich.

Mich

tangierst du nicht!

 

Spielst mit verformter Suggestion

Dabei tät es mitunter auch

die „1:3, 2:4 Kombination“

 

Zu leicht, ich weiß!

Nicht einmal chiffriert.

So kapiert`s noch einer.

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