Schuld- und Minderwertigkeitsgefühle (homosexuelle Neigung)

Nicht  wenige Homosexuelle leiden auf Grund ihrer gleichgeschlechtlichen Neigung unter Schuldgefühlen. Einige fühlen sich sogar regelrecht gefangen in einem Gefühl aus Scham und Schuld. Derart tief sitzende Schuldgefühle bezüglich der eigenen Sexualität bilden sich meistens in der Kindheit und Jugend heraus.

Und oft sind es die eigenen Eltern, die ihre schwulen Kinder (bewusst oder unbewusst) zu schwulen Erwachsenen erziehen, die voll von Schuldgefühlen sind. Und dazu kommt die heterosexualisierte Gesellschaft- mitsamt der heterosexualisierten öffentlichen Meinung  inmitten der heterosexualisierten Welt, in der für das (eigene) Schwulsein oft kein Platz ist.

Wäre die homosexuelle Neigung ein gesamtgesellschaftlich (von der Mehrheit) erlebter orgiastischer Zustand, so müsste er bei niemandem Schuldgefühle hervorrufen.

 

 

Teil einer Mehrheit zu sein schafft Selbstzufriedenheit. Teil einer Minderheit zu sein schafft hingegen oftmals jede Menge Selbstzweifel und Schuldgefühle. Warum kann ich nicht so sein, wie die anderen? Warum kann ich nicht zur Mehrheit gehören?

Ein Minderwertigkeitskomplex ist  häufig vielmehr ein Minderheitenkomplex!

Dies ist übrigens auch ein Grund dafür, warum sich viele Homosexuelle gern in der schwulen Szene bewegen und sich manche nur dort wohl und frei von Schuld- und Minderwertigkeitsgefühlen fühlen. 

Ein Mensch, der mit permanenten Selbstanklagen und Schuldgefühlen lebt, der leidet häufig unter Schlaflosigkeit, neigt zu Drogenkonsum, verliert . an Selbstsicherheit, neigt zu Aggressivität und nicht selten auch zu selbstverletzendem Verhalten.

 

siehe auch unter: Depression unter Homosexuellen, Diskriminierung, Einsamkeit unter Schwulen, Emanzipation der Männer, Eltern und Coming out,   Angst & AngsterkrankungAufklärungsunterricht,Todestrieb, Verdraengung, Ventilfunktion,Alibi-Hetero, verklemmte Schwule, Oedipuskomplex

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