![]() |
|||||||||||||
|
Schwarzer Tod Arne Pahlke, März 1991
Das letzte Ultimatum ist verstrichen, durch den Morgennebel schnellt der Tod. Die Vernunft ist der Machtgier gewichen, ein dämonischer Diktator modelliert die Not.
Verbranntes Öl schneidet die Luft, verbrannte Seelen wuchern überall. Bagdad wird zur Massengruft, schneller als der Schall:
Todlodernde Hitze schreiender Quellen lassen den Himmel Trauer tragen. Siechende Vögel auf wogenden Wellen, sinken hinab, das Meer zu narben.
Und wir?
Wir waren alle live dabei, inhalierten das inszenierte Sterben. Wir glotzten benommen: High-Tech-High, als User chirurgischer Kriegsverderben.
Haben unablässig auf den Bildschirm gestarrt, gleich einer trägen Herde Vieh. Verschreckt aufgeschaut, in uns verharrt, doch gehandelt haben wir nie …
|
|||||||||||||
![]() |
|||||||||||||
|
leider noch kein Kommentar vorhanden. Sei der Erste, der einen Kommentar schreibt! |
|||||||||||||
![]() |
|||||||||||||
|
® sämtliche Textrechte liegen bei Arne Pahlke/Wortmutation |
|||||||||||||