Sei mein

Arne Pahlke, Januar 2005

 

Sei mein Sinn gegen meine Substanzlosigkeit

und ich reich deinen Wünschen goldenes Besteck.

Sei mein Gast, meine milde Blütezeit,

die mich wärmt mit ihrem sonnigen Gepäck.

Und ich verliere Sinn und Zweck,

ich verliere Sinn und Zweck,

dir zu widerstehen.

 

Sei mein Ruhekissen gegen meine Ankerlosigkeit

und ich lege zaghaft in deinem Hafen an.

Sei mein Gast, meines Lebens Versöhnlichkeit,

der mich erhebt zu seinem Steuermann.

Und dann bin ich drauf und dran,

dann bin ich drauf und dran,

dir nicht zu widerstehen.

 

Sei meine Freundin gegen meine Freudlosigkeit

und ich gewähre dir einen Blick in mein dunkles Tal.

Sei mein Gast, meine feuerfeste Verlässlichkeit,

die mir zeigt, das Gute, es ist in der Überzahl.

Und dann bleibt mir nur die Wahl,

dann bleibt mir nur die Wahl,

dir nicht zu widerstehen.

Sei mein

Sei meine Einheit gegen meine Zerrissenheit

und ich hemme fortan mein Hinterfragen.

Sei mehr als mein Gast, mehr als fader Zeitvertreib.

Sondern bleib und lass uns Wurzeln schlagen.

Denn dann würde ich es niemals wagen,

würde ich es niemals wagen,

an dir vorbeizugehen

um dir „Adieu“ zu sagen.

 

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