Später

Arne Pahlke, 1991

 

Alles nur Erdenkliche habe ich versucht.

Doch wenn etwas gestorben ist,

dann rückt es unüberwindlich fern.

Und nicht nur der Geruch,

sondern auch die Form, sie glättet sich.

Was bleibt, ist die Nähe zu einem Stern.

 

Krampfhafte Erinnerungen,

doch Lücken entstehen, die Löcher reißen.

Lebhafte Veränderungen,

sie tragen sich dir zu

und helfen entgleisen.

Später

Die vertraute Stimme verschwindet,

das geliebte Lachen zerfällt.

Dein inneres Auge erblindet,

bis dass die Vergangenheit im Nichts zerschellt.

 

Später, wurde mir dann dein Foto fremd.

Dein mir einst so vertrautes Gesicht.

Oh` wie habe ich mich dessen geschämt.

Aber nur kurz darauf habe ich voller Zuversicht

mich von deinem Foto getrennt.

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