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Szene-Schwule Nur weil jemand schwul ist, hat er damit nicht automatisch etwas mit der schwulen Szene am Hut oder ist gar Teil dieser Gemeinschaft. So gibt es z.B. viele Homosexuelle, die die schwule Szene regelrecht hassen und diese konsequent meiden. Wieder andere leben fern ab einer Großstadt und damit fernab einer schwulen Szenelandschaft. Und nicht zu vergessen die vielen Millionen Homosexuellen, die in Ländern leben, in denen praktisch kein Szeneleben stattfindet oder wo die Homosexualität unter Strafe steht und sie somit ihre Sexualität ohnehin nicht offen ausleben können. Viele Heterosexuelle wie auch Homosexuelle begehen aber dennoch den Fehler, die schwule Szene als einen unbedingt zur Homosexualität dazugehörenden Bestandteil darzustellen, obgleich die schwule Szene für die Mehrheit der Schwulen entweder gar keine oder aber nur eine extrem untergeordnete Rolle spielt.
Selbst Gayromeo, die größte virtuelle Plattform für Schwule, die auf Grund ihrer Größe auch schwules Branchenbuch genannt wird, zählt letztlich ungefähr 500.000 deutsche Mitglieder. Und wenn man berücksichtigt, wie viele der dort angemeldeten Mitglieder doppelte Profile haben, kommt man (wohlwollend geschätzt) auf maximal 400.000 Mitglieder. In Deutschland leben dem gegenübergestellt aber schätzungsweise zehnmal so viele Homosexuelle. Sprich: Selbst im „schwulen Branchenbuch Deutschlands“ ist die überragende Mehrheit der Homosexuellen nicht vertreten. Die meisten Schwulen haben einfach kein Interesse an der schwulen Community und der schwulen Familie. Oder auch leicht abfällig gesagt: Sie haben keine Lust aktives Mitglied des Regenbogenfahnen-Ghettos zu sein. Wenn überhaupt, dann lassen sich einige von ihnen einmal im Jahr auf einem CSD sehen und das war es dann auch mit der rosaroten Familenzusammenkunft. Und hier noch ein sarkastisch-überspitzter Text von mir über Szene-Schwule
(aus dem Jahre 1999) ".....Einschlägige Szene-Schwule sterben für gewöhnlich an Aids, Einsamkeit oder Sexentzug; sie vergessen die Namen ihrer ungezählten Sexpartner spätestens beim Akt, und bringen es während eines Wochenendes im Durchschnitt auf mindestens vier Visitenkarten, die sie keiner bestimmten Person mehr zuordnen können. Einschlägige Szene-Schwule haben aller Wahrscheinlichkeit nach in ihrem Leben weitaus mehr Orgasmen in Darkrooms als Sonnenaufgänge am Meer genossen, und sie sehen häufiger Cardinot-Filme in Pornokinos als gewöhnliche Filmpremieren im Cinemaxx. Einschlägige Szene-Schwule nennen dir fünf Gleitcremes sofort bei ihrem Markennamen, und sie identifizieren mindestens doppelt so viele Cremes per Afterfeeling. Sie kennen selbstverständlich den Unterschied einer Tag- und Nachtcreme, waren schon einmal in einem Schönheitssalon und kennen selbstredend den Namen ihres Friseurs. Auch besuchen sie regelmäßig das Sonnenstudio, oder aber verdanken ihre Hautfarbe einer kräftig ausgereiften Hepatitis. Einschlägige Szene-Schwule fliegen in der Regel zweimal jährlich in den Urlaub. Im Winter nach Gran Canaria oder Florida und im Sommer geht es dann in Billigsexländer wie z.B. Thailand oder Marokko. Wenn diese selbst verliebte Spezies keinen Sex haben kann, dann muss sie wenigstens mit irgendwem darüber reden, und wenn auch diese Möglichkeit nicht gegeben sein sollte, so kann es vorkommen, dass sich diese farbenfrohe Menschengruppe diskriminiert und missverstanden fühlt. Einschlägige Szene-Schwule genießen vor allem das Nachtleben in vollen Zügen. Ja, und manchmal schmeißen sie sich sogar vor einem solchen Zug auf die Gleise. Ihr Dispositionskredit ist meist hoffnungslos überzogen. Doch eher verzichten sie noch auf ein anständiges Essen, als wie auf das (oft weniger anständige) Aufsuchen ausgewiesener Einrichtungen. Einschlägige Szene-Schwule haben durchschnittlich zwei Bücher im Regal; gemeint sind natürlich Bücher, die auch gelesen werden. Nämlich den Spartacus-Führer und einen Bildband von Di Caprio oder den Backstreet Boys. Dafür aber haben sie einen Nachtschrank voll von Calvin-Klein-Unterwäsche, und sie beherbergen Kondome in verschiedensten Ausführungen. Sie haben weitaus mehr Duftwässerchen als eine modebewusste Frau im Gebrauch, und sie spülen sich nicht nur täglich ihren Mund, sondern vorsichtshalber auch immer gleich ihren Allerwertesten mit, denn man weiß ja nie, was noch alles so kommt! Einschlägige Szene-Schwule sind aber letztlich ganz liebe Menschen – mit dem Problemzonen verdeckenden Kurzhaarschnitt, einem ausgeprägten Körperkult und diversen glatt rasierten Körperpartien – mit denen du wirklich über alles reden kannst, wenn eben nur die geringste Chance darauf besteht, dass es doch letztlich auf das eine hinauslaufen könnte! siehe auch unter: Allueren (schwules Gehabe), Luder, Flittchen und Schlampen, Provinzschwuchtel, Autobahnraststaetten, Bars (schwule), Berlin, Jack Off / Jack-Off-Party, Klappe (oeffentliche Toiletten), Laufsteg-Mentalitaet (schwule), Lifestyle-Markenklamotten-Huschen , Marktwert (schwule Szene), Nachtleben (schwule Szene), Hamburg, Park (Cruisingpark, Stadtpark), Pulverfass -Cabaret, San Francisco, Sydney, Sexveranstaltungen (Sexpartys), Sexkino (Pornokino),Sexshop (Gay-Sexshop), Treffpunkte (fuer den schnellen Sex), Zeitschriften (schwule) |
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