Taverne Toxikum (SONGTEXT)

Arne Pahlke, August 2010

 

Die verlockende Einladung:

Schwelg‘ nicht in die Ferne;

die Sterne fängst du nimmer ein.

Hier ist ein Ort, der spendet Wärme;

der spendet Trost und lädt dich ein.

 

Er gaukelt dir ein Hauch Vergessen;

er schenkt dir ein Gläschen Liebe ein.

Hier bist du glücklich – frei nach Ermessen;

drum komm zu uns und tritt ein.

 

Das große  Willkommen:

Herzlichen Willkommen  in der Taverne Toxikum.

Wir sind für sie da – wir sind ihr Delirium.

Treten sie ruhig ein!

Schenken sie sich ein!

Noch ein Gläschen Wein?

Sagen sie nicht nein!

Schenken sie sich ein!

Noch ein Gläschen Wein

Noch ein letztes Gläschen Wein …

Ein allerletztes Gläschen Wein …

 

 

Der kleine Abgesang:

Du hast mich so oft (meist trostlos) gestreichelt.

Du hast mich so oft in dein Fieber gelullt.

Du hast dich mir leider niemals vereitelt.

Und ich hab dich bezahlt, zehnfach verzollt.  

 

Du wiegst sie zur Ruh, meine krausen Gedanken.

Du bedeckst sie mit Brom und ich fühl mich kurz frei.

Ich seh’ in deinen Pranken, ganz verzückt mich schwanken.

Du machst mich kaputt - du machst mich so high.

 

Taverne Toxikum und Garten Eden (lese HIER) erzählen quasi dieselbe Geschichte. Und in beiden Stücken trage ich das Gedicht „Du bist nicht mein Freund“ vor. Und in beiden Stücken ist dieser Vortrag nicht zu hören, sondern nur hier und da zu erahnen.  Es ist nur als eine winzige homöopathische Dosis enthalten, wie eine warnende ganz leise Stimme in den Köpfen von Trinkern.

 

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