Nebel des Grauens (The Fog)

The Fog - Nebel des Grauens

Produktionsland: USA

Erscheinungsjahr: l980

Altersfreigabe: FSK l6

Laufzeit: 86 Minuten

Genres(s): Grusel, Horror

Regie: John Carpenter

Besetzung: u.a.  Adrienne Barbeau, Jamie Lee Curtis, Janet Leigh, John Houseman, Tom Atkins, James Canning, Charles Cyphers, Nancy Kyes, Ty Mitchell

 ® Arne Pahlke, 2010

„Nebel des Grauens“ entstand in John Carpenters goldenem Jahrzehnt (1976-1986), in denen er Filme wie „Anschlag bei Nacht“, Halloween 1-3“, „Die Klapperschlange“, „Christine“, „Big Trouble in little China“, „Das Philadelphia Experiment“  sowie seinen grandiosen Sci-Fi-Horror „The Thing“ ablieferte. Danach wurden die Abstände zwischen Carpenters Arbeiten nicht nur immer länger, sondern leider ließ auch die Qualität ebendieser (bis aus 1 ½ Ausnahmen) zunehmend nach. Und ich persönlich glaube auch nicht mehr daran, dass John Carpenter noch einmal einen Film fertigstellen wird, der an eines seiner bedeutsamen Machwerke aus seiner großen Zeit heranreicht; - auch wenn ich es ihn und seinen Fans wünschen würde.

„The Fog“ (so der Originaltitel)  ist ein Paradebeispiel dafür, wie ein Filmemacher auch mit z.T. einfachsten Mitteln eine Atmosphäre aus Angst und Schrecken verbreiten kann. Und dabei ist es vor allem die von Carpenter selbst komponierte Musik, die maßgeblich dazu beiträgt, dass die Bedrohung, die der Nebel in sich trägt,  spürbar wird. Wann und wo immer der Nebel über dem Küstenort Antonio Bay aufzieht, wird dieser von Carpenters Musik begleitet. Und erst in ihrem symbiotischen Zusammenspiel bilden sie eine Atmosphäre aus Angst und Schrecken. Man ahnt  als Zuschauer, dass etwas Unheimliches; - etwas wahrhaft Tödliches in diesem Nebel stecken muss.

 
The Fog - Filmkritik

 

Ich bin ein Freund von Grusel- und Horrorfilmen,  in denen sich die Spannung bedächtig  aufbaut und die Bedrohung von Anfang präsent ist. John Carpenter gelingt dies im „Nebel des Grauens“ eindrucksvoll. Schon als Elizabeth Solley  (Jamie Lee Curtis) erstmals auf ihren Leuchtturm steigt, von woraus sie ihren  kleinen Radiosender betreibt, liegt die Bedrohung im wahrsten Sinne des Wortes in der Luft.

Und mir gefällt es, wenn sich ein Unheil ankündigt; - wenn also das Böse seine Vorboten schickt. So springen in „The Fog“ um Punkt Mitternacht an der Tankstelle des Küstenorts die Zapfhähne von ihren Stationen und Benzin ergießt sich über das Pflaster. Die Elektronik spielt verrückt und Wecker klingeln. Ich mag diese spannungsfördernde Spielerei mit Vorboten, Ankündigungen und (diffuser) Zeichensetzerei.

„Nebel des Grauens“ ist ein Gruselfilm, der fast ohne Blut und ohne jede Slow-Motion auskommt. Es ist ein Film  mit vielen ruhigen Kameraeinstellungen. Und oft bewegt sich die Kamera wie der Nebel selbst-  bedächtig und sich dabei langsam ausweitend.

Dass die Story  im Grunde genommen ziemlich dürftig ist, kann der dichten Atmosphäre dieses Film nichts anhaben. Die drei herausragenden Hauptdarsteller dieses Streifens  heißen ohnehin Nebel, Musik und Spannung.

   8.5 von 10 Punkten

 

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