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Tierverwertungsgesellschaft Arne Pahlke, Februar 2006
Der Hähnchenschenkel Gustav Mager lag frisch gehäutet auf seinem Schwager. “Das ist eine riesengroße Schweinerei …“, jammert ein aufgeschlagenes Hühnerei. „Ich würde denen gerne die Gurgel abbinden. Doch zuvor müsste ich meine erstmal finden!“, schreit ein geköpftes aufgeregtes Suppenhuhn.
„Vor dem Essen sollst du ruhn!“, witzelt ein vorlautes Schaf, ehe es von einem akuten Elektroschockschlaf unsanft übermannt wird. „Mein liebes Pferd… …wo sind wir hier nur gelandet?“, fragt sich Galopper Günter Zaul, (ein bereits ziemlich gebrechlicher alter Gaul).
„In der Tierwertungsgesellschaft“, grunzt ein Schwein, welches gerade mit einer Pute Scheinhinrichtung spielt. „Folget dem hellen Neonschein… ….findet eure Erlösung im allmächtigen Fleischwolf“, flachst die gefederte Ente Rudolf Rolf. „Das ist nicht lustig!“, wettert Schlachtermeister Vielfraß. „Wir sind zum Arbeiten hier und nicht zum Spaß!“ Daraufhin kehrt Totenstille im Schlachthof ein, und nur noch Maschinen singen inmitten des Tiergebeins.
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